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11/01/2018 14:16 CET | Aktualisiert 11/01/2018 16:44 CET

Eltern sollen ihr Kind gegen Geld an Vergewaltiger verliehen haben

Der Missbrauch habe über mehrere Jahre stattgefunden.

  • Laut einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Freiburg konnte die Polizei einen Pädophilenring zerschlagen und sechs Tatverdächtige festnehmen

  • Der Vorwurf: Eine Frau soll ihren neunjährigen Sohn gegen Geld Männern zum Vergewaltigen gegeben haben

Schon am 10. September 2017 nahmen die Behörden nach Eingang eines anonymen Hinweises ihre Ermittlungen auf. Im Fokus: Die Mutter eines neunjährigen Jungen und ihr 37 Jahre alter Lebensgefährte mit Wohnorten im Raum Freiburg.

Sie sollen den Jungen laut Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Freiburg über Jahre hinweg missbraucht haben.

Der Junge wurde zwei Jahre lang missbraucht

Ihnen wird auch vorgeworfen, den Jungen anderen Männern gegen Geld für Missbrauchshandlungen überlassen sowie teilweise sexuellen Missbrauch mit diesen gemeinsam begangen zu haben.

Das Martyrium des Jungen dauerte nach derzeitigem Ermittlungsstand bereits seit 2015 an.

► Bereits fünf Tage nach Eingang des ersten Hinweises konnte laut Polizei schwere sexuelle Missbrauch des neunjährigen Kindes beendet werden. Das Kind befindet sich nun in staatlicher Obhut.

Gegen die Eltern wurden auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main Haftbefehle erwirkt, sie befinden sich inzwischen seit Mitte September in Untersuchungshaft.

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Vier weitere Tatverdächtige 

Die Polizei ermittelt gegen vier weitere Tatverdächtige – einem 40-Jährigen aus dem Großraum Freiburg sowie drei im Ausland festgenommene Männer. Ihnen wird vorgeworfen, den Jungen wiederholt – an verschiedenen Tatorten im Großraum Freiburg – missbraucht und vergewaltigt zu haben.

► Den 40-Jährigen aus dem Raum Freiburg nahmen Beamte Ende September fest.

► Ebenfalls in Untersuchungshaft befinden sich ein 49 Jahre alter deutscher Soldat, ein 37 Jahre alter Schweizer Staatsbürger sowie ein 32 Jahre alter Spanier.

Der Soldat wurde an seinem Standort bei der deutsch-französischen Brigade im Elsass festgenommen, der Schweizer in Österreich und der spanische Staatsangehörige in seinem Heimatland. Diese Tatverdächtigen wurden mittlerweile an die Bundesrepublik Deutschland überstellt und befinden sich in Untersuchungshaft.

 (cho)