POLITIK
08/06/2018 11:06 CEST | Aktualisiert 08/06/2018 11:23 CEST

TV-Panne: Maybrit Illner nennt Scholz plötzlich Schulz – er reagiert cool

Kann ja mal passieren ...

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Nimmt es mit seinem eigenen Namen nicht so genau: Olaf Scholz im Gespräch mit Maybrit Illner. 
  • Während ihrer Sendung am Donnerstag unterläuft Moderatorin Maybrit Illner ein kleiner Fauxpas. 
  • Sie nennt den Finanzminister Olaf Scholz einfach Schulz – doch der Hanseat nimmt das mit Humor. 

Die SPD hat es in diesen Tagen schwer. 

In den Umfragen kracht die Partei ein, ein scharfes Profil haben die Sozialdemokraten auch nicht mehr – und mit Olaf Scholz stellen sie einen Finanzminister, der mit seiner kühlen norddeutschen Art nicht dazu beiträgt, daran viel zu ändern

Scholz ist niemand, der mitreißt – das zeigt sich bei seinen Auftritten: Er ist so sachlich, dass er als Person hinter seinen inhaltlichen Beiträgen fast austauschbar erscheint. 

► Bei “Maybrit Illner” führte diese Eigenart nun zu einer amüsanten Szene. 

Illner macht Scholz zum Schulz – “alles gute Namen” 

Es geht in der Sendung um die Schuldenkrise in Italien und die Angst, dass diese zu einer Last für die Eurozone werden könnte. 

Illner referiert, dass es eine solche ja bereits durch die Krise in Griechenland gab. Sie will beim Finanzminister nachfragen, ob es ähnlich wie damals Schuldenerleichterungen gegenüber Italien geben würde. 

Mehr zum Thema: Scholz spricht über sein Geld – ein Satz zeigt, was in Deutschland gewaltig schief läuft

Die italienische Regierung fordere ja einen “Schuldenschnitt von über 150 Milliarden Euro”, sagt Illner. Und dann passiert es. 

► “Gehen Sie da mit, Herr Schulz?”

Sofort korrigiert Sie sich: “Herr Scholz, entschuldigung, Scholz ist der richtige Name, das ist mir in der Kehle stecken geblieben.” 

Der Angesprochene schaut kurz amüsiert und lacht dann leise. “Ist alles in Ordnung”, sagt Scholz. “Alles gute Namen.” 

► Während die Gäste in der Runde noch kichern, geht er sofort wieder zum Thema über. Mit Ideen wie einem Schuldenschnitt sollte sich niemand mehr aufhalten. 

Es fällt der Satz: “Ich setze darauf, dass die Realität für jede Regierung eine Rolle spielt.” Ein typischer Schulz. Ähm, Scholz. 

(mkl)