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04/04/2018 08:08 CEST | Aktualisiert 04/04/2018 08:47 CEST

Google Doodle: Wie Maya Angelou Oprah Winfrey inspiriert hat

Doktor Maya Angelou wäre an diesem Mittwoch 90. Jahre alt geworden.

Paras Griffin via Getty Images
Doktor Maya Angelou wäre an diesem Mittwoch 90. Jahre alt geworden.
  • Im Google Doodle sprechen Promis wie Oprah Winfrey und Alicia Keys das Gedicht “Still I Rise” von Maya Angelou
  • Angelou war eine wichtige US-Bürgerrechtlerin und Autorin

Das Google Doodle zeigt am 4. April Doktor Maya Angelou und lässt sie sogar zu Wort kommen. Ihr Gedicht “Still I Rise” präsentiert sie zu Anfang selbst.

Dann folgen Menschen, die Angelou laut Google inspiriert hat: die Sängerin Alicia Keys, America Ferrera, Martina McBride, Angelous Sohn, Guy Johnson, Laverne Cox und Oprah Winfrey.

Die bekannte US-Talkerin Winfrey sagt über Angelou: 

“Maya Angelou ist nicht das, was sie getan oder geschrieben oder gesprochen hat, es ist, wie sie alles gemacht hat. Sie bewegte sich mit unerschütterlicher Ruhe, Zuversicht und einer feurigen, wilden Grazie und einer großen Liebe durch die Welt.”

Aber wer ist diese Frau, die so zu ihrem 90. Geburtstag geehrt wird?

Angelou war Autorin, Dichterin und Aktivistin. Sie setzte sich für die Gleichberechtigung der Geschlechter und die Frauenrechte ein. Sie feierte die afroamerikanische mündliche Tradition und die schwarze Schönheit.

Sie wollte den Weltfrieden. Und galt mit ihrem Engagement als eine wichtige Bürgerrechtlerin der Afroamerikaner in den USA.

Die Motivation hinter diesen ehrenwerten Zielen finden sich in ihrem Leben. Es ist ein facettenreiches und manchmal auch tragisches Leben.

 

Angelou war als Kind stumm – später bereiste sie die Welt

Der Freund ihrer Mutter hat Marguerite Annie Johnson (so ihr bürgerlicher Name) mit sieben Jahren vergewaltigt. Sie offenbart ihrem Bruder den Namen des Täters, der meldet den Vorfall. Bevor der Vergewaltiger seine einjährige Haftstrafe antreten konnte, wurde er erschlagen aufgefunden.

Johnson wurde daraufhin für fünf Jahre stumm. Denn sie war sich sicher, dass die Kraft ihrer Worte dem Mann das Leben gekostet hat.

Aber es gibt auch schöne Momente: Angelou wurde mit 17 Jahren Mutter, und war in San Francisco die erste weibliche, schwarze Straßenbahnschaffnerin. Aber auch Zuhälterin, erinnert die “Frankfurter Allgemeine Zeitung”.

Später ging sie mit dem Cast der Oper Porgy and Bess auf Welt-Tournee und lernte unterdessen mehrere Sprachen. So sang und tanzte sie, arbeitete als Journalistin in verschiedenen afrikanischen Ländern und Koordinatorin für den Bürgerrechtler Martin Luther King.

Sie war laut dem Bericht zum Google Doodle eine der prominentesten Bürgerrechtlerinnen ihrer Generation.

“I Know Why the Caged Bird Sings”

Sie schrieb viel. Ihr erstes autobiographisches Buch hieß “I Know Why the Caged Bird Sings” (1969), also: “Ich weiß, warum der gefangen Vogel singt” – es folgte nahezu jede Art von Literatur. 36 Bücher veröffentlichte Angelou, darunter auch Kinder- und Kochbücher.

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Angelou wollte Menschen eine Stimme geben und wurde dafür oft geehrt. Auch von US-Präsident Bill Clinton. Zudem erhielt sie eine Ehrendoktorwürde.

Wie sehr sie Menschen inspiriert hat, zeigt auch das Google Doodle. Angelou selbst sieht es nicht mehr, sie starb bereits 2014.