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27/02/2018 08:54 CET | Aktualisiert 27/02/2018 13:16 CET

Google Doodle: Wieso ihr die deutsche Dichterin May Ayim kennen solltet

Das Google Doodle am 27. Februar zeigt die deutsch-ghanaische Dichterin May Ayim.

  • May Ayim war Aktivistin für die Rechte der Afrodeutschen
  • Das Google Doodle ehrt die deutsch-ghanaische Dichterin am Dienstag

Das Google Doodle am 27. Februar zeigt die deutsch-ghanaische Dichterin May Ayim. Sie gilt als Pionierin, wenn es um die Geschichte der Afrodeutschen geht, und als Aktivistin.

► Mein Stift ist mein Schwert: Rassismus und Widerstand in Deutschland”, sagte die Dichterin 1992 laut dem Text von Google. Am Dienstag wäre 58 Jahre alt geworden.

May Ayim wuchs in einer Pflegefamilie

Ihre Inspiration für ihr Tun liegt wohl in ihrer Kindheit, schreibt das Nachrichtenportal “Focus Online”: Am 3. Mai 1960 wurde Ayim als Sylvia Brigitte Gertrud Opitz in Hamburg geboren – ihre Mutter war Deutsche und ihr Vater ein Medizinstudenten aus Ghana.

Ayim wuchs aber bei einer Pflegefamilie auf, deren Namen sie auch trug. Die deutsche Mutter lehnte den Kontakt ab, ihr leiblicher Vater war der ghanaische Medizinstudent Emmanuel Ayim. Er besuchte sie mehrmals.

May Ayim war ihr Künstlername. 

Als May Ayim setzte sich sich in ihren Gedichten für die Gleichberechtigung der Afrodeutschen ein.

Auch veröffentlichte die Pädagogin 1986 die erste wissenschaftliche Arbeit zur afrodeutschen Geschichte vom Mittelalter bis heute: “Afro-Deutsche: ihre Kultur- und Sozialgeschichte vor dem Hintergrund des sozialen Wandels”

► Doch sie schrieb nicht nur:  Mit anderen Aktivisten gründete sie die Initiative Schwarze Deutsche (ISD). Das Netzwerk von Schwarzen in Deutschland sollte den Menschen helfen sich selbständig zu machen.

Sie nahm sich das Leben

Die studierte Pädagogin und Logopädin nahm sich 1996 das Leben.

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Wie das Google Doodle entstand

Ihr Werk ehrt Google mit einer Graphik von Laura Breiling aus Berlin. Sie erarbeitete verschiedene Ideen zu Ayim.

Bei einer Idee ist die Dichterin unter Gleichgesinnten gesehen. Sie selbst ist dabei nicht so sehr im Mittelpunkt.

In einem weiteren Entwurf fehlt der Google-Schriftzug. Dafür steht Ayim im Mittelpunkt. Ihre Haltung erinnert sehr an jene, die sie auch im fertigen Doodle einnimmt.