LIFE
08/12/2018 13:33 CET

Mars-Tonaufnahmen: Nasa gelingt es zufällig, erste Geräusche aufzuzeichnen

Die Sonde "InSight" lieferte ungeplant eine kleine Sensation.

  • Am 26. November landete die Mars-Sonde “InSight” erfolgreich auf unserem Nachbarplaneten.
  • Sie ist eigentlich nicht dafür ausgestattet, Geräusche aufzuzeichnen – trotzdem schaffte es das Raumfahrzeug, erste Aufnahmen an die Erde zu schicken.
  • Im Video oben hört ihr, was “InSight” aufgezeichnet hat. 

Die Videoaufnahmen, die die Mars-Sonde ”InSight” seit ihrer Landung am 26. November aufzeichnete, gingen um die Welt. Dass die Wissenschaftler auch Tonaufnahmen erhalten würden, war so nicht geplant. Dementsprechend groß war die Freude darüber bei den Verantwortlichen der NASA.

“Das wir auch Geräusche erhalten haben, ist ein unerwartetes Geschenk.”, sagte Bruce Banerdt, der Kopf des Vorhabens, der britischen Zeitung “The Guardian”. 

Die Hauptaufgabe der Sonde sei es, Bewegungen am Mars zu messen. Deshalb ist sie auch nur mit einem Seismografen und einem Druckmessgerät ausgestattet. Aber durch deren Aufzeichnungen seien auch Geräusche an die Bodenstation weitergeleitet worden. 

Der Mars klingt fast schon unheimlich

Unser Nachbarplanet hört sich sehr düster an. Es rummelt, wirkt unruhig, das dunkle Grollen erinnert an einen Donner. Trotzdem seien die Geräusche nicht vergleichbar mit Tönen, die wir von der Erde kennen, meint Banerdt. 

Die Töne entstehen, da der Marswind die Solarzellenplatten der Sonde vibrieren lässt und die komplette Maschine durch das Beben der Marsoberfläche durchgerüttelt wird. Der Wind erreicht 16 bis 24 Kilometer pro Stunde. 

Die Töne sind wahnsinnig tief, bedingt durch die geringe Luftdichte auf dem Mars. Es ist dort hauptsächlich nur Kohlenstoffdioxid zu finden. 

Für das menschliche Ohr wären die aufgezeichneten Schallwellen so gut wie nicht zu vernehmen. Deshalb hat die NASA das Material noch einige Oktaven nach oben korrigiert und auch die Lautstärke erhöht. 

Nasa-Wissenschaftlerin: “High von der Landung”

Lori Gaze, eine weitere Beteiligte am Projekt, sagte dem “Guardian”:

Wir sind quasi immer noch high von der geglückten Landung. Jetzt haben wir zusätzlich dazu noch ganz neues wissenschaftliches Material. Das macht Spaß und ist einfach nur cool.” 

(jg)