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14/08/2018 19:24 CEST

Mariä Himmelfahrt: Wo Feiertag ist – und was es damit auf sich hat

Saarländer und Bayern haben am 15. August frei.

  • Mariä Himmelfahrt ist nur in wenigen Bundesländern ein Feiertag. 
  • Am 15. August ist ein katholischer Feiertag, bei dem die Aufnahme der Jungfrau Maria in den Himmel gedacht wird.
  • Oben im Video wird kurz und knapp erklärt, wieso Mariä Himmelfahrt gefeiert wird.

Es ist ein Feiertag, der oft vergessen wird: Mariä Himmelfahrt. Lediglich in Saarland und Bayern ist der 15. August arbeitsfrei. 

Nur in weiten Teilen Ober- und Mittelfrankens mit evangelischer Mehrheit ist es kein gesetzlicher Feiertag. Dies wurde nach den Ergebnissen der Volkszählung von 2011 neu festgelegt. In der evangelischen Kirche ist Mariä Himmelfahrt kein besonderer Festtag.

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► Seit dem 9. Jahrhundert wird Mariä Himmelfahrt in Deutschland gefeiert.

► Mit dem Feiertag gedenken Katholiken der Aufnahme der Jungfrau Maria in den Himmel. Dieses Ereignis wird zwar nicht in der Bibel beschrieben, wurde aber 1950 als bisher letztes katholisches Dogma vom damaligen Papst Pius XII. verkündet. 

► Nach katholischem Glauben lebt die Seele nach dem Tod weiter, während der Leib erst am Tag des Jüngsten Gerichtes auferweckt wird.

► Die sofortige leibliche Aufnahme Marias ist also ein besonderes Privileg, dass die herausragende Rolle der Muttergottes betont. Papst Benedikt XVI. hat es so formuliert: “Wir glauben, dass Maria, wie Christus ihr Sohn, den Tod schon besiegt hat.” 

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Aufnahme der Jungfrau Maria in den Himmel 

In Österreich und in Liechtenstein ist der 15. August landesweit ein gesetzlicher Feiertag, ebenso in acht Kantonen der Schweiz. In vielen europäischen Ländern wie beispielsweise Belgien, Frankreich, Spanien und Italien wird Mariä Himmelfahrt ebenfalls gefeiert.

Laut einer Legende öffneten Jünger das Grab Marias und fanden nicht ihren Leichnam, sondern blühende Blumen und Kräuter.

Daraus hat sich die Tradition der Kräutersegnung entwickelt. Aus diesem Grund ist der Feiertag auch als “großer Frauentag” bekannt, bei dem Lichterprozessionen und Kräuterweihen stattfinden.  

Dabei werden bis zu 77 verschiedene Kräuter und Pflanzen gesammelt, zu Buschen zusammengebunden und gesegnetDanach werden sie in Häuser gehängt und sollen dort gegen Krankheiten, Gewitter und Blitzschlag und kranke Tiere helfen.

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(mf)