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19/02/2019 07:56 CET | Aktualisiert 19/02/2019 10:49 CET

Mann wirft Serviette in Stadion weg – dann wird er wegen Mordverdachts verhaftet

Die Polizei nutzte DNA auf der Serviette, um den Mann eines Verbrechens vor über 25 Jahren zu überführen.

Richard Theis / EyeEm via Getty Images
Die Polizei in den USA wollte einen 25 Jahre alten Mordfall aufklären. 
  • Ein kurioser Fall beschäftigt die Medien im US-Bundesstaat Minnesota: Der Polizei gelang es, einen Verdächtigen in einem 25 Jahre alten Mordfall zu verhaften. 
  • Was den Mann überführte: eine weggeworfene Serviette. 

Der Müll eines Mannes aus dem US-Bundesstaat Minnesota hat sich für Ermittler als Schlüssel zur Lösung eines 25 Jahre alten Kriminalfalles entpuppt. 

Polizei in Minneapolis nahm am Montag einen 52-Jährigen fest, nachdem die Beamten eine Serviette mit der DNA des Mannes im Müll eines Eishockey-Spiels sichergestellt hatten, wie die “Minneapolis Star-Tribune” berichtet. Die DNA passte zu den Spuren eines Mordfalls im Jahr 1993.

Eine tote Frau in der Dusche – und eine weggeworfene Serviette

Eine damals 35-jährige Frau war erstochen worden. Die Polizei fand ihre Leiche, nachdem sich ein Mieter im Apartment der Frau beschwert hatte, dass Wasser aus ihrer Wohnung komme. Die 35-Jährige wurde tot in ihrer Dusche gefunden, das Wasser lief noch immer. Die Ermittler stellten Finger-, Handflächen- und Fußabdrücke am Tatort sicher. 

Die Polizei nahm den nun festgenommenen 52-Jährigen kürzlich als Verdächtigen ins Visier. Das FBI verglich 2018 DNA-Beweise vom Tatort mit der Datenbank einer Webseite für Ahnenforschung, dabei sei der Name des Mannes aufgetaucht, berichtet die Nachrichtenagentur AP. 

Im Januar folgten die Ermittler dem 52-Jährigen zu einem Eishockeyspiel und konfiszierten heimlich eine Serviette, die er benutzte und in den Müll geworfen hatte. 

Der Verdächtige plädiert auf unschuldig 

Laut den Ermittlern stammten die DNA-Proben, die den Mann mit dem Mord verbinden, von zwei Samenproben. Der Samen wurden auf einer Decke und einem Handtuch im Haus des Opfers gefunden, berichtet die “Minneapolis Star-Tribune”.

Der Festgenommene habe nach seiner Verhaftung bestritten, die Tat begangen zu haben, noch jemals im Haus der Ermordeten gewesen zu sein, berichtet ein lokaler TV-Sender. Er habe darauf bestanden, das Opfer nicht gekannt zu haben. Er habe auch keine Ahnung, warum seine DNA am Tatort gefunden worden sei. 

Sein Anwalt kritisierte, dass die Samenproben zwar zu seinem Mandaten passen würden, nicht aber die Blutspuren am Tatort. 

Der 52-Jährige ist wegen Mordes angeklagt, sein Prozess beginnt im März. 

Dieser Artikel erschien zuerst bei der HuffPost US und wurde ins Deutsche übersetzt. 

(vw)