NACHRICHTEN
14/12/2018 17:25 CET

Mann hört Wimmern aus Nachbarhaus – Feuerwehr entdeckt Räuber in Dunstschacht

Der Mann wollte wohl über das Dach in das Restaurant einbrechen.

  • Feuerwehrmänner in Kalifornien haben am Dienstag einen Mann aus einer brenzligen Situation befreit.
  • Der Mann steckte im Dunstschacht eines Restaurants fest. 

Die Feuerwehr in San Lorenzo im US-Bundesstaat Kalifornien musste am Dienstagmorgen einen Mann befreien, der es irgendwie geschafft hatte, in den Dunstschacht eines Restaurants zu krabbeln. 

Wie der US-amerikanische Sender ABC-News berichtet, musste der 29-jährige Mann fast zwei Tage lang eingezwängt ausharren, bevor ihn jemand in einem nahegelegenen Betrieb leise wimmern hörte. Als die ersten Retter eintrafen, konnten sie die Stimme direkt verfolgen und fanden den Mann gefangen in dem Metallschacht am Dach. 

Komplett von Öl bedeckt

Der Schacht wird von dem Restaurant genutzt, um Öl-beladenen Dampf nach außen zu leiten. Er befindet sich direkt über einem Herd. Der Körper des Mannes war also von Kopf bis Fuß mit Öl überzogen und er konnte sich nicht von eigener Kraft befreien. 

Die Feuerwehrmänner brauchten eine ganze Stunde, um den Mann zu bergen und mussten die Stahlwände des Schachts fast gänzlich entfernen, um ihn sicher nach unten in die Küche zu bringen. 

Als er gefunden wurde, war er bereits so dehydriert und körperlich geschwächt, dass ihm die Retter keine guten Überlebenschancen gegeben hätten, wäre er nicht am Dienstag gefunden worden. Ein weiterer Tag hätte ihm das Leben kosten können. 

Vandalismus und Hausfriedensbruch

Er wurde direkt ins Krankenhaus gefahren und soll sich schnell komplett erholen. 

Polizeisprecher Ray Kelly scherzte anschließend und sagte, es handele sich bei dem Mann definitiv nicht um den Weihnachtsmann und er habe keine Berechtigung gehabt, in den Schacht zu steigen. 

“Wir wissen, dass Diebe öfter versuchen, so in Läden einzubrechen um Kupferkabel und Rohre zu klauen, und es scheint sich hier um so einen Fall zu handeln”, sagte Kelly. 

Die Polizei ermittelt nun aufgrund von Vandalismus und Hausfriedensbruch. 

Kelly erklärte weiter: “Er wird mit Konsequenzen rechnen müssen. Aber wir können von Glück reden, dass er am Leben ist und wir ihn retten konnten.”

(ame)