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27/01/2018 15:07 CET

Mann trägt ein besonderes T-Shirt – und rettet damit sein Leben

"Das war die 35 Dollar für das T-Shirt wert."

  • Der Amerikaner Robert Leibowitz war auf eine Organspende angewiesen
  • Mit einem T-Shirt machte er bei einem Ausflug nach Disneyland auf sein Problem aufmerksam
  • Im Video oben: Eine Mutter will mit einem emotionalen Aufruf ihr Kind retten

Auf eine Organspende warten zu müssen, ist für Betroffene oft unerträglich aufreibend und zermürbend.

Alleine in Deutschland warteten laut “Deutsche Stiftung Organtransplantation” noch vor knapp über einem Jahr 11.000 Menschen auf eine Organspende.

“Brauche Niere. Blutgruppe 0 Positiv.”

Der Amerikaner Robert Leibowitz war ebenfalls auf einer langen Warteliste gelandet. Er litt unter einer chronischen Nierenkrankheit und musste dreimal die Woche zur Dialyse, wie der amerikanische Nachrichtensender CBS berichtet.

Als er mit seiner Familie einen Trip nach Disneyland plante, kam ihm eine Idee: Wo würde er wohl mehr Menschen – und damit potentielle Organspender – an einem Ort antreffen als dort?

► Leibowitz druckte folgende Worte auf ein T-Shirt: “Brauche eine Niere. Blutgruppe 0 Positiv.”

► Darunter war seine Telefonnummer zu lesen.

“Ich dachte mir, wenn ich dort nur einen Menschen finden würde, der meine Blutgruppe hat, wäre das auf jeden Fall die 35 Dollar für das T-Shirt wert”, sagte er gegenüber dem amerikanischen Nachrichtensender CBS.

Über 90.000 Mal geteilt

Und tatsächlich: Ein Paar sprach Leibowitz auf sein T-Shirt an, fotografierte ihn und stellte das Bild online.

► Der Post wurde innerhalb einer Woche 90.000 Mal geteilt. 

Einer der Facebook-Nutzer, die das Bild dadurch online entdeckt hatten, war Richie Sully. Der zweifache Vater überlegte offenbar gar nicht lange, Spender zu werden: “Ich habe ja sowieso zwei Nieren – und es ist ja nicht so, als würde ich beide brauchen”, sagte er zu CBS.

► Vergangenen Donnerstag konnten die Ärzte schließlich die Transplantation durchführen.

► Beide Männer haben die Operationen gut überstanden.

Gegenüber der amerikanischen Nachrichtenseite ”NBC4 New York” erzählte Leibowitz, er könne sein Glück kaum fassen.

Er würde seinen Spender zum Dank mindestens ins Disneyland einladen.

(lm)