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13/09/2018 13:11 CEST

Hund: Mann soll für 50 Jahre ins Gefängnis – wegen des Tieres kommt er frei

Der Hund brachte neue Erkenntnisse und so wurde der Fall wieder aufgerollt.

  • Ein 42-jähriger Amerikaner wurde zu 50 Jahren Haft verurteilt, weil er seine Tochter sexuell missbraucht und ihre Hündin erschossen haben soll.
  • Doch der Labrador wurde lebend gefunden – und der Fall deshalb neu aufgerollt.
  • Oben im Video seht ihr einen ähnlichen Vorfall: 16-Jähriger saß drei Jahre im Gefängnis – obwohl er nie eines Verbrechens verurteilt wurde.

Im US-Bundesstaat Oregon wurde ein Mann wegen sexuellen Missbrauchs an seiner Tochter zu 50 Jahren Haft verurteilt – und nach kurzer Zeit wieder freigelassen. Zu verdanken hat er das der Hündin Lucy, die den kuriosen Fall aufdeckte.

Der Vater soll die Hündin Lucy getötet haben

Die Tochter des Angeklagten sagte vor Gericht, ihr 42-jähriger Vater habe sie mehrmals sexuell missbraucht.

Um die Taten zu vertuschen, soll der vermeintliche Vergewaltiger gedroht haben, die Haustiere umzubringen, wenn sich die Tochter an die Polizei wende.

Laut eidesstaatlicher Aussage der Tochter soll der Vater die Labrador-Hündin Lucy als Machtdemonstration getötet haben. Die Tochter habe gesehen, wie er die Hündin erschossen habe, berichtet “CBS News”.

► Der Vater stritt die Vorwürfe zu jedem Zeitpunkt ab – doch es half nichts. 

► Die Mehrheit der Geschworenen glaubte der Tochter und der 42-Jährige wurde zu 50 Jahren Haft verurteilt. 

AvanHeertum via Getty Images
Die Tochter gab an, ihr Vater habe die Labrador-Hündin Lucy erschossen (Symbolbild).

Doch auch nach dem Urteilsspruch gab der Mann nicht auf und kontaktierte deshalb die Organisation “Oregon Innocence Project”.

“Oregon Innocence Project” setzt sich für zu unrecht Verurteilte ein und hilft den Angeklagten, ihre Unschuld zu beweisen. Das ist ihnen auch im Fall des mutmaßlichen Vergewaltigers gelungen.

“Die Hündin Lucy wurde nicht erschossen”

Die Organisation fand den Labrador auf einer Farm in der amerikanischen Kleinstadt Gearhart, in der Nähe von Portland.

Es konnte bewiesen werden, dass es sich bei der gefundenen Hündin tatsächlich um das Haustier Lucy handelte. Daraufhin hieß es in einem Statement der Organisation:

“Die Hündin Lucy wurde nicht erschossen. Die Hündin Lucy ist am Leben und es geht ihr gut.”

Diese neuen Erkenntnisse führten auch dazu, dass der Fall des 42-jährigen Vaters nochmal neu aufgerollt wurde. Im weiteren Verlauf erschien die Tochter nicht mehr vor Gericht und verweigerte auch die Aussage gegenüber den Ermittlern.

Da die Hündin Lucy gefunden wurde und die Tochter sich nicht mehr zu dem Fall äußern wollte, war für die Verantwortlichen schnell klar: Die Tochter des Angeklagten muss unter Eid gelogen haben. 

► Der Vater wurde am Montag letztendlich freigesprochen.

(chr)