LIFE
10/09/2018 16:25 CEST | Aktualisiert 10/09/2018 18:22 CEST

Mann bekommt falsche Handynummer von Flirt – und greift zu schräger Maßnahme

“Als wäre es eine Cinderella-Geschichte...”

Shutterstock / EDHAR
Ein Mann aus Kanada war verzweifelt nach der Suche eines Mädchens. (Symbolbild)
  • Ein kanadischer Student hat seine Traumfrau in einer Studentenbar kennengelernt, allerdings kannte er nur ihren Vornamen.
  • Um sie wieder zu finden, schrieb er 247 Mails an alle Frauen aus seiner Universität mit dem selben Vornamen – mit Erfolg.

Carlos Zetina, ein Student der University of Calgary im kanadischen Alberta, hat alles Erdenkliche getan, um seine Taumfrau wiederzufinden – mit Happy End.

Vergangenen Donnerstag lernte Zetina eine Frau namens Nicole in einer Studenten-Bar kennen und half ihr und ihrer Freundin nach Hause zu kommen.

Da er ihren letzten Namen nicht erfahren und sie ihm eine falsche Handynummer gegeben hatte, wusste er nicht, wie er mit ihr in Kontakt treten sollte.

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Er schreib an 247 E-Mails an Frauen

Dann kam er auf eine geniale Idee: Er schreib eine E-Mail an 247 Personen aus dem Universitäts-Adressbuch, deren Namen eine Variation des Namens Nicole waren.

Seine Nachricht erhielten hunderte Nicoles, Nicolette und Nikkis, darunter auch einige Dozentinnen und sogar eine Dekanin. 

► Er sagte, er habe die Email verschickt, weil er nicht wollte, dass Nicole von ihm dachte, er wäre “ein mieser Typ, der nicht zurückschreibt”.

Twitter/Nicole Macmillan
Diese Nachricht schickte Carlos Zentina an 247 Frauen. 

Frauen fingen an sich gegenseitig zu schreiben

Nahezu sofort begannen die Frauen sich gegenseitig zu schreiben. “Eine von uns antwortete nur den Nicoles in der Gruppe und sagte: ‘Sollen wir ihm alle sagen, wir seien die eine Nicole?’”, erinnerte sich Nicole MacMillan, eine Studentin der Universität. “Danach explodierte unsere Konversation sehr schnell”, fügte sie hinzu.

Die Diskussion wurde schnell auf Social Media verlegt. Eine der Frauen, Nicole DuGraye, eröffnete die Facebookgruppe “Nicole From Last Night”, welche mittlerweile über 80 Mitglieder hat. Am Tag darauf organisierten die Frauen sogar ein “Nicole-Treffen” in einer Bar in der Stadt. 

Wie er an die Adressen kam ist nicht ganz klar

Niemand ist sich ganz sicher, wie Zetina genau an alle E-Mail-Adressen gekommen war. “Unsere Theorie als ‘Team Nicole’ ist, dass er einfach in seinem Empfängerfach den Namen ‘Nicole’ eingegeben hat”, sagte MacMillan.

Das E-Mail-System der Universität gibt nämlich automatisch alle möglichen Empfänger an, wenn man den Anfang eines Namens eintippt.

Zetina muss sie also alle ausgewählt haben. 

Nicolette Little, eine Doktorantin von der Universität, sagte, sie sei Freitag Morgen aufgewacht und habe dutzende verpasste Nachrichten auf ihrem Handy gesehen – Freunde, die die Geschichte in den sozialen Medien gesehen hatten, eine Nachricht einer anderen Nicole aus der Universität und zahlreiche E-Mails aus dem Verteiler.

Little besuchte das “Nicole-Treffen” und traf 15 weitere Nicoles und Nicoloettes, erzählte sie. “Es war so komisch, da wir uns auf ein Getränk getroffen haben und irgendwie sahen wir uns auch alle ähnlich.”

Die echte Nicole wurde identifiziert

Die Geschichte hatte ein Happy End: Letztlich fand Zetina die gesuchte Nicole.

Denn: Die hatte als niederländische Austauschstudentin tatsächlich keine E-Mail-Adresse über die Universität. Das Netzwerk der anderen Nicoles machten sie dann ausfindig.

Die echte Nicole erklärte, dass es ein Fehler handelte, dass Zetina die falsche Nummer erhalten habe.

Facebook
Der richtige Flirt antwortete Zentino in einem Facebook-Post.  

MacMillan verriet, dass ihre Gruppe ein weiteres Treffen plane, mit der Original-Nicole. Alle seien ganz aufgeregt, sie kennenzulernen.

“Als wäre es eine Cinderella-Geschichte...”

Viele der Nicoles seien sehr beeindruckt von Zetina’s Mut, auch wenn einige seine Methoden anzweifelten. “Ich glaube, das ist die ehrgeizigste Bemühung, um ein Mädchen zu finden, von der ich je gehört habe”, sagte MacMillan. Nicole Larsen, die die E-Mail ebenfalls erhalten hatte, sagte, dass sie “glücklich ist, Teil dieser Liebesgeschichte zu sein”. 

“Ich habe mich gefühlt, als wäre es eine Cinderella-Geschichte oder so etwas – aber ich war die hässliche Stiefschwester.”

Zetina sagte, dass die “echte Nicole” ihm zurückgeschrieben hatte. “Wir planen, nächste Woche etwas zu unternehmen”, sagte er. “Ich habe wirklich nicht erwartet, dass das so eine große Sache wird.”

Dieser Artikel erschien zuerst auf HuffPost Canada und wurde von Jessica Ruhstorfer aus dem Englischen übersetzt.

(nmi)