LIFE
30/08/2018 17:36 CEST | Aktualisiert 30/08/2018 18:46 CEST

Mann kehrt aus Urlaub zurück – an der Tür bemerkt er bestialischen Gestank

"Jetzt bin ich obdachlos."

AzmanL via Getty Images
Ein 44-jähriger Brite bemerkte nach einer vierwöchigen Reise, dass seine ganze Wohnung voller Abwasser war. (Symbolbild)
  • Ein Brite ist nach dem Urlaub zu seiner Wohnung zurückgekehrt und musste feststellen, dass alles mit Abwasser überschwemmt war.
  • Eine Verstopfung in der Kanalisation soll Schuld an seiner Misere gewesen sein.

Der 44-jährige Steven Christopher muss durch die Hölle gegangen sein: Er kam von einer vierwöchigen Reisezurück zu seiner Wohnung und bemerkte schon an der Haustür einen bestialischen Gestank.

Schnell stellte der Mann aus Pontypridd in Wales, fest: Seine ganze Wohnung hatte sich während seiner Abwesenheit in eine Kloake verwandelt. Darüber berichtete die lokale Nachrichtenseite “Wales Online”

“Alles war voller Abwasser, sogar Binden schwammen auf meinem Grundstück herum”

“Ich öffnete die Tür, es war einfach überall. Der Geruch – es war schrecklich. Alles war voller Abwasser, sogar Binden schwammen auf meinem Grundstück herum. Ich wusste nicht, wie lange das schon so war. Jetzt bin ich obdachlos”, berichtete der 44-Jährige dem Portal.

Steven Christopher verbrachte daraufhin eine Nacht bei seiner Schwester. Doch weil sie eine kleine Tochter hat, konnte er dort nicht für längere Zeit unterkommen.

Deshalb übernachtete er vorübergehend in einem Hotel und informierte währenddessen die Wohnungsbaugenossenschaft Trivallis, die das Problem beheben sollte.

Überschwemmungen seien nicht unüblich

“Ich habe nur noch ein paar Dinge, so ziemlich alles ist weg”, erzählte der 44-Jährige. Die Genossenschaft Trivallis solle die Überschwemmung in drei Tagen in den Griff bekommen, fügte Christopher hinzu.

Außerdem beschwerte er sich darüber, dass solche Überschwemmungen nicht unüblich bei ihm seien. Schließlich sei ihm dies vor zwei Jahren schon einmal passiert.

Damals äußerte sich ein Sprecher von Trivallis folgendermaßen dazu: “Vor zwei Jahren erhielten wir einen Bericht über die Überflutung des Grundstücks, das nach einer Untersuchung durch eine Verstopfung in der Kanalisation verursacht wurde.”

“Menschen versuchen, schwer spülbare Gegenstände (...) in die Toilette zu kippen”

Als Ursache für die Überschwemmungen sah die Genossenschaft damals – wie im jetzigen Fall – den Menschen als Übeltäter.

“In ganz Wales gibt es jeden Monat rund 2000 Kanalverstopfungen, weil Menschen versuchen, schwer spülbare Gegenstände wie Feuchttücher, Wattestäbchen und andere Hygieneartikel in die Toilette zu kippen”, erklärte der Sprecher von Trivallis laut “Wales Online”.

“Wir arbeiten jetzt an einem Plan, wie wir solche Situationen in Zukunft verhindern können”

Bei der aktuellen Untersuchung habe die Genossenschaft kein defektes Rohr gefunden. Dafür aber “drei verschiedene Verstopfungen”.

“Wir arbeiten jetzt an einem Plan, wie wir solche Situationen in Zukunft verhindern können.”

Der Sprecher der Genossenschaft appellierte außerdem an die Bewohner: “Wir bitten euch, Abfälle ordnungsgemäß zu entsorgen.”

Christopher dürfte das kaum trösten. Er hat dank dem Abwasser alles verloren. Das Grundstück müsse laut der Genossenschaft nun geräumt werden. Wann und ob der 44-Jährige wieder in seine Wohnung ziehen könne, bleibt ungewiss.

(nr)