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13/12/2018 11:09 CET | Aktualisiert 13/12/2018 11:12 CET

Mann aß Hühnchen-Curry – kurz darauf war er gelähmt

Mittlerweile kann der Mann wieder laufen.

  • Ein Brite war nach dem Verzehr eines Hähnchen-Currys gelähmt.
  • Er musste in ein künstliches Koma versetzt werden.

Die meisten Menschen hatten wohl schon eine Lebensmittelvergiftung: Sie ist meist zwar unangenehm, aber nach wenigen Tagen schon überstanden. 

Anders war es bei David Braham aus Bridgend in Wales. Nachdem er ein Hühnchen-Curry gegessen hatte, war er von der Nase an abwärts gelähmt und musste sogar in ein künstliches Koma versetzt werden, schrieb die britische Boulevard-Zeitung “Daily Mail”.

Der wahre Grund hinter dem bedrohlichen Zustand des Mannes war eine neurologische Krankheit, die durch eine Lebensmittelvergiftung ausgelöst wurde.

“Angefangen hat es mit einem Kitzeln”

Kurz nach dem Verzehr des Hähnchen-Currys bemerkte er bei einem Rugby-Spiel seines Sohnes, dass es ihm schlecht ging.

“Ich fühlte mich nicht besonders gut. Am Abend fühlte ich mich merkwürdig und wurde am Wochenende richtig krank”, sagte Braham. 

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Vier Tage nach seinem Curry-Mahl ließ sich Braham ins Krankenhaus einliefern. Die Ärzte gaben ihm Antibiotika und schickten ihn nach sechs Tagen wieder heim. 

Doch dann habe Braham ein Kitzeln bemerkt – und die Lähmung setzte ein. Innerhalb nur eines Tages konnte er sich überhaupt nicht mehr bewegen.

“Plötzlich war ich in meinem eigenen Körper eingesperrt. Es war furchterregend.”

“Ich war gelähmt und konnte mich nicht bewegen”

Ein herbeigerufener Krankenwagen brachte ihn wieder ins Krankenhaus, wo die Ärzte ihm eine Lebensmittelvergiftung durch Campylobacter-Bakterien diagnostizierten. Das hätte bei ihm das seltene Guillian-Barré-Syndrom ausgelöst, welches dafür sorgt, dass das Immunsystem das Nervensystem angreift.

Braham musste daraufhin für vier Wochen in ein künstliches Koma versetzt und künstlich beatmet werden. 

“Ich war wie ein Baby”

In den darauffolgenden Monaten musste Braham von neuem lernen, zu laufen, sich zu waschen und andere Aufgaben des täglichen Lebens zu bewältigen. Monatelang sah er seine Kinder nicht.

“Ich war wie ein Baby, das einfache Sachen neu lernen muss. Mein Gehirn wusste, wie alles geht, aber mein Körper hat es einfach nicht ausgeführt.” Mittlerweile kann Braham allerdings wieder laufen. 

Weihnachten wird Braham wohl wieder im Kreise seiner Familie verbringen können. “Ich kann es gar nicht erwarten, wieder Papa zu sein und Zeit mit meinen Kindern zu verbringen.”

(ak)