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12/06/2018 14:28 CEST | Aktualisiert 13/06/2018 11:27 CEST

Mann begräbt seinen Vater in 75.000 Euro teurem BMW – das ist der Grund

"Das ist reine Geldverschwendung."

  • Ein Mann aus Nigeria hat seinen Vater in einem neuen BMW vergraben lassen.
  • Weil er ihm zu Lebzeiten kein Auto kaufen konnte, wollte er es zu seinem Tod nachholen.
  • Oben im Video seht ihr das 75.000 Euro teure Auto, das zu einem Grab umfunktioniert wurde.

Weil er womöglich ein schlechtes Gewissen hatte, hat ein Mann aus der Stand Ihiala in Nigeria seinen Vater in einem ungewöhnlichen Grab beigesetzt: in einem nagelneuen BMW für umgerechnet 75.000 Euro.

Wie das nigerianische Nachrichtenportal “Naij.com” berichtet, habe der Mann, der nur als Azubuike bekannt ist, seinen Vater erst kürzlich verloren. Der Vater starb an Altersschwäche. 

Um den Verstorbenen zu ehren, beschloss Azubuike, ihn in “einem luxuriösen Auto, das als Sarg verwendet werden soll” zu begraben.

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Beisetzung in einem BMW

Ein Foto auf Facebook zeigt die etwas andere Beisetzung. Männer im Anzug lassen das Auto in ein riesiges, ungefähr zwei Meter tiefes Loch. 

Der Post sorgt für großen Wirbel. Mehr als 21.000 Facebook-Nutzer haben das Foto geteilt, fast 2000 haben es kommentiert. 

Der allgemeine Tenor: Unverständnis und Wut über eine solche Beisetzung.

► Nigeria ist mit über 190 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Afrikas und das siebtgrößte Land auf der Welt.

► Obwohl Nigeria ein Bruttoinlandsprodukt von ungefähr 376 Milliarden Us-Dollar hat, ist die Kluft zwischen Arm und Reich sehr groß. Nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ist die Hälfte der Bevölkerung arm.

Facebook-Nutzer sind wütend

“Warum gibst du das Geld nicht den Leuten in deiner Stadt oder kaufst ihnen von dem Geld Essen und Trinkwasser?”, kommentiert einer das Bild.

Ein anderer teilt die Meinung: “Das ist eine verrückte Idee. Du kannst das Geld so viel besser nutzen, indem du den armen Menschen in deiner Stadt hilfst. So ist das eine reine Geldverschwendung.”

Eine Facebook-Nutzerin vermutet, dass die Szene gestellt ist: “Das ist nicht echt! Das ist sicher ein Filmdreh.”

Ein anderer schlägt vor, die Polizei zu rufen und Azubuike für diese Beisetzung verhaften zu lassen. 

Angeblich soll Azubike seinem Vater zu Lebzeiten zugesichert haben, ihm ein Auto zu kaufenDa er dieses Versprechen nicht einhalten konnte, wollte er ihm stattdessen nach seinem Tod ein Auto schenken.

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(jds)