POLITIK
29/08/2018 23:31 CEST | Aktualisiert 30/08/2018 08:04 CEST

"Maischberger": Bei Showbeginn fehlt die Hälfte der Gäste – das sorgt für Spott

“Maischberger muss heute die Sendung machen mit drei Leuten, die sie zufällig eben noch beim McDonald’s Barbarossaplatz getroffen hat.”

Screenshot / ARD
Die Gäste bei "Maischberger".
  • Die ARD-Sendung “Maischberger” startet am Mittwoch mit einer reduzierten Anzahl an Gästen. 
  • Twitter-Nutzer kommentieren spöttisch, wer für verspätete Gäste einspringen muss. 

Das Studio von ARD-Moderatorin Sandra Maischberger sieht etwa leer aus am Mittwochabend. 

Als die Talkshow “Maischberger” beginnt, sitzen nur drei Gäste auf den Talkshow-Sesseln. Der Grund: Der Flieger von drei eingeladenen Gästen verspätet sich.

Darüber informierte Sandra Maischberger ihre Zuschauer bereits vorab auf Twitter: “Leider hat der Flieger mit unseren Gästen Tino Chrupalla, Bettina Gaus und Christoph Schwennicke erhebliche Verspätung. Wolfgang Bosbach springt dankenswerterweise kurzfristig ein!”

Die Sendung zum Thema “Chemnitz und die Folgen: Gerät der Rechtsstaat unter Druck?” beginnt zunächst mit einer reduzierten Zahl an Gästen. Anwesend sind die Linke-Bundestagsabgeordnete Martina Renner, Extremismus-Experte Toralf Staud und CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach. 

“Zufällig vor dem McDonalds getroffen” 

Auf Twitter bleibt das natürlich nicht unbemerkt. “Zeit”-Journalist Lars Weisbrod twittert spöttisch: “Maischberger muss heute die Sendung machen mit drei Leuten, die sie zufällig eben noch beim McDonald’s Barbarossaplatz getroffen hat.”

Die ehemalige Grünen-Politikerin und Aktivistin Jutta Ditfurth spottet: “Ich vermute, Bosbach wohnt bei Maischberger. Die Zusammensetzung ist unzumutbar.”

Vergangenes Jahr war Ditfurth bei “Maischberger” mit Wolfgang Bosbach aneinander geraten. Der CDU-Politiker verließ bei dem Streit empört die Sendung. 

Journalist Claus Grimm kommentiert auf Twitter die aktuelle Sendung mit den Worten: “Wolfgang Bosbach wurde deshalb spontan eingeladen. Tja, so ist das, wenn man von den Ereignissen in Chemnitz drei Tage später überrascht wird.”

Der Rest der “Maischberger”-Gäste kommt schließlich doch noch

In der Sendung sind sich die Gäste zunächst einig in der Bewertung der gewalttätigen Ausschreitungen am Montagabend in Chemnitz: Die Polizei war auf die Ausmaße des rechten Aufmarsches und der Gegendemonstration nicht einig. 

Extremismus-Experte Toralf Staud wirft der sächsischen Landesregierung eine “Realitätsverweigerung” vor.

“Der Innenminister sagt: Meine Polizisten hatten die Lage im Griff. Nein, hatte sie nicht im Griff. Das lag aber nicht an den 591 Beamten, die dort waren. Die hatten einen harten Job. Das lag an der politischen Führung und an der Polizeiführung.”

Auch CDU-Innenexperte Bosbach nimmt die Polizeibeamten in Schutz. 

Nach etwa einer halben Stunde kommen dann auch die anderen Gäste im Studio an.