POLITIK
31/01/2019 09:35 CET | Aktualisiert 31/01/2019 15:51 CET

Maischberger fragt AKK, ob sie Kanzlerin werden will – die Antwort überrascht

Die ARD-Moderatorin staunte.

  • Bei “Maischberger” musste CDU-Chefin AKK zur Kanzlerfrage Stellung nehmen.
  • Ihre Antwort war eine Überraschung – auch für die Moderatorin.
  • Im Video oben seht ihr die Szene aus der Sendung.

Die Überraschung folgte nach rund 40 Minuten eines bis dahin völlig unspektakulären Interviews.

In der ARD-Talkshow “Maischberger” war CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) zu Gast. 

Im Einzelinterview stellte sie sich rund eine Stunde lang Maischbergers Fragen. Die wichtigste von ihnen: “Wollen sie Kanzlerin werden?”

AKK spulte zuerst jene Sätze ab, die sie in der Vergangenheit immer auf diese Frage sagte.

“Wenn man sich um den Parteivorsitz bewirbt, weiß man, dass die Kanzlerkandidatur auf einen zulaufen könnte. Und wenn ich mir das nicht zutrauen würde, dann hätte ich auch nicht kandidieren dürfen.”

AKK kommt kurz aus der Fassung

Maischberger aber wollte sich davon nicht abspeisen lassen, fragte nach: “Das habe ich schon oft gehört. Was ich noch nicht gehört habe ist, ob sie es wirklich wollen.”

AKK kam kurz aus der Fassung, stottert vor sich her.

Dann sagte sie: “Ich glaube, dass die Frage, wenn man kandidiert, sozusagen das für sich selbst für möglich halten...”

Maischberger hakte nach, wollte wissen, warum es so schwer sei, diese Frage zu beantworten.

“Als Vorsitzende dieser großen Volkspartei CDU hat man eine andere Verpflichtung. Man muss die Partei in die entsprechende Situation bringen, dass sie überhaupt einen Kanzler oder eine Kanzlerin stellen kann”, antwortete AKK.

Für sie sei es nicht die Frage, was sie will, sondern, wie sie sicher stellt, dass die CDU bei der nächsten Bundestagswahl die stärkste Partei wird.

Maischberger war sichtlich überrascht: “Das heißt, es könnte auch jemand anderes ein Kandidat der CDU Werden.”

Maischberger ist sichtlich überrascht

AKK verwies auf Merkel, die in der Vergangenheit auch genau das bewiesen habe und den früheren CSU-Chef Edmund Stoiber vorgeschickt habe. 

Maischberger: “Also kann es sein, dass Sie vor der Bundestagswahl sagen: Der oder die wird Kanzlerkandidat?”

“Als verantwortliche Parteivorsitzende muss das so sein, ja”, sagte AKK.

Maischberger staunte, sagte dann: “Puh, das überrascht mich. Ich habe gedacht, sie sind Parteivorsitzende und haben den ersten Zugriff.”

Darauf AKK: “Ja, ich habe die Verantwortung und die Pflicht, diesen Prozess als erste zu steuern. Und es ist eine Verantwortung, die über die eigene Person und die eigenen Pläne hinausreichen muss. Das nenne ich politische Verantwortung.”

(lp)