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03/07/2018 10:18 CEST | Aktualisiert 01/08/2018 12:25 CEST

Mädchen wird in Schule gemobbt – dann fahren 126 Biker um es herum

“Es war ein unbeschreiblicher Moment – meine Freunde kamen angerannt und sagten mir, dass der Auftritt einfach überwältigend war.”

  • Eine 16-Jährige wird jahrelang von anderen Schülern gemobbt.
  • Als der Abschlussball naht, hat ihr Onkel eine Idee: Er engagiert 126 Biker, die das Mädchen an dem Tag begleiten sollen.
  • Oben im Video seht ihr eine ähnliche Geschichte: Biker chauffieren eine Zehnjährige nach Hause, weil sie in der Schule gemobbt wird.

Für Chloe Robson aus Durham in England ist die Schulzeit eine Tortur gewesen: Seit sie sieben Jahre alt war, wurde sie von anderen Schülern gemobbt.

Doch an ihrem Abschlussball-Tag zeigte sie es allen: Sie kam mit einer 126 Mann starken Motorradgang im Schlepptau an.

Darüber berichtete unter anderem die englische Tageszeitung “Metro”.

Die Idee zu der Aktion hatte ihr Onkel Grant Robson. Der 42-Jährige engagierte die Biker, die seine Nichte an ihrem großen Tag begleiten und unterstützen sollten.

126 Biker holen den Teenager zum Abschlussball ab

Als Chloe Robson mit dem Auto auf dem Weg zum Schulball war, sah sie plötzlich die Biker, die um den Wagen herumfuhren und sie zur Schule begleiteten.

“Es war ein unbeschreiblicher Moment – meine Freunde kamen angerannt und sagten mir, dass der Auftritt einfach überwältigend war.”

Lehrer und Eltern anderer Schüler klatschten Beifall, als Robson vor der Schule eintraf. Für die 16-Jährige war es ein ergreifender Moment:

Ich war wirklich nervös wegen des Abschlussballs und der Reaktion, die ich bekommen würde. Es war ein großer Schock, als wir die Motoren hörten und die Biker auftauchten – ich habe nicht so viele erwartet, aber ich fühlte mich unterstützt und selbstbewusst.”

16-Jährige wurde über Jahre von ihren Mitschülern gemobbt

Die Teenagerin sei seit der Grundschule gemobbt worden – wegen ihres Aussehens. Außerdem hätten sich die Schüler über die Art, wie sie sprach, lustig gemacht. Über die Jahre sei das Mobbing immer schlimmer geworden.

Die 16-Jährige erzählte der “Metro”, dass sie früher geschubst und mit Gegenständen beworfen wurde:

“Das Mobbing hatte einen schlimmen Effekt – ich fühlte mich ausgeschlossen und alleine. Ich hatte niemanden, mit dem ich darüber reden konnte, und ich machte mir Sorgen, wenn ich irgendetwas sagen würde – weil es sich langfristig auf mich auswirken könnte.”

“Viele der Gruppenmitglieder haben Mobbing entweder in der Schule oder in der Arbeit erlebt”

Über die Biker-Aktion sei sie sehr froh gewesen – sie habe ihr die Unterstützung gegeben, die ihr sonst gefehlt habe.

Genau aus diesem Grund habe Onkel Grant Robson einst die Organisation “Bikers Against Bullying” gegründet. Viele der Gruppenmitglieder haben selbst Mobbing entweder in der Schule oder in der Arbeit erlebt.

Inzwischen arbeitet die 16-Jährige auch in der Organisation mit: Um andere Eltern dafür zu sensibilisieren, mehr darauf zu achten, was ihre Kinder in der Schule oder auch in den sozialen Medien machen. Damit andere nicht das durchmachen müssen, was sie erleben musste.

(ujo)