POLITIK
10/12/2018 20:22 CET | Aktualisiert 10/12/2018 20:34 CET

Macron macht "Gelbwesten" Zugeständnisse

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SOPA Images via Getty Images

► Nach wochenlangen Protesten der “Gelbwesten” hat der französische Präsident Emmanuel Macron Zugeständnisse angekündigt.

► In einer Fernsehansprache erklärte Macron, es solle in Zukunft bei Überstunden weder Steuern noch Sozialabgaben geben. Zudem soll der Mindestlohn steigen – um 100 Euro pro Monat. 

Die Proteste hatten aus Wut über eine Erhöhung der Benzin- und Dieselpreise begonnen und richteten sich schon bald auch gegen die Sozialpolitik der Regierung. “Wir wollen ein Frankreich, in dem man würdig von seiner Arbeit leben kann”, erklärte Macron am Montagabend.

Zum Hintergrund:

Nach erneuten gewaltigen Krawallen und Ausschreitungen der Protestbewegung der “Gelbwesten” am Wochenende stand der Präsident unter Zugzwang. Beobachtern zufolge handelt es sich um die bisher schwerste Krise seit Macrons Amtsantritt im Mai 2017.

Am Samstag waren wieder weit mehr als 100.000 Menschen auf die Straße gegangen, davon mindestens 10.000 in der Hauptstadt, um für mehr Steuergerechtigkeit zu demonstrieren. Es war das vierte Wochenende in Folge, an dem die Bewegung in großem Stil zu Protesten aufgerufen hatte.

Macron hatte am Montagmorgen Spitzenvertreter aus Politik und Wirtschaft im Élyséepalast empfangen. Der Präsident wollte bei dem Treffen mit Vertretern der großen Gewerkschaften, der Arbeitgeber sowie der Präsidenten der Nationalversammlung und des Senats Stimmen und Vorschläge hören.