POLITIK
10/09/2018 20:47 CEST | Aktualisiert 10/09/2018 21:12 CEST

Maaßen legt in Brief ans Ministerium offenbar mit Merkel-Kritik nach

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ODD ANDERSEN via Getty Images
Maaßen findet Merkels Aussage unseriös.

►  Der Chef des Bundesverfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, bezweifelt nicht mehr, dass das umstrittene Video aus Chemnitz echt ist. Das geht aus dem Schreiben an das Innenministerium hervor, über dessen Inhalt der “Spiegel” berichtet.

►  Stattdessen kritisiere Maaßen “nur noch”, dass die Veröffentlichung des Videos in den Medien ohne nähere Prüfung der Quellen unseriös gewesen sei. Die Echtheit der Aufnahme sei zu dem Zeitpunkt nicht sicher gewesen.

Der Antifa-Account “Zeckenbiss” hatte die Aufnahme zuerst online gestellt. Maaßen soll in seinem Schreiben argumentieren, dass die Gruppe seiner Behörde nicht bekannt sei und es “Merkwürdigkeiten” gebe.

Zudem sei das Video als Einzelfall keineswegs ein Beweis für eine “Hetzjagd”, von der die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gesprochen hat. Das sei unseriös gewesen. Maaßen bestätigt seine Kritik an der Aussage der Regierungschefin damit. 

 

Darum ging es:

Maaßen hatte der “Bild”-Zeitung gesagt, es lägen seinem Amt keine belastbaren Informationen darüber vor, dass in Chemnitz nach dem gewaltsamen Tod eines Deutschen vor zwei Wochen “Hetzjagden” auf Ausländer stattgefunden hätten.

Damit widersprach er Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Seibert. Maaßen sagte weiter, es lägen auch keine Belege dafür vor, dass ein im Internet kursierendes Video zu den Vorfällen authentisch sei.