POLITIK
23/10/2018 18:39 CEST | Aktualisiert 23/10/2018 22:54 CEST

Maaßen schickt Brief an "Tagesschau"-Chef und kritisiert erneut Chemnitz-Berichte

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Fabrizio Bensch / Reuters

Er gibt nicht nach.Noch-Verfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maaßen hat erneut die Medien-Berichterstattung zu den fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Chemnitz kritisiert. Das berichtet “Spiegel Online”.

In einem vier Seiten langen Brief an “Tagesschau”-Chef Kai Gniffke fordert Maaßen einen “kritischen Blick auf die Maßstäbe der medialen Darstellung des Rechtsextremismus”.

Warum Maaßen sich an die Tagesschau richtete:

► Gniffke hatte dem scheidenden Verfassungsschutz-Chef zuvor vorgeworfen, mit einer falschen Behauptung im Innenausschuss den Ruf der ARD-Sendung beschädigt zu haben.

► Maaßen sagte darin, die Sendung habe ein Internet-Video ungeprüft übernommen und von einer “Hetzjagd” gesprochen. Tatsächlich zeigte die “Tagesschau” das Video und daraufhin einen Ausschnitt von Regierungssprecher Steffen Seibert, der von einer “Hetzjagd” sprach.

Was Maaßen in dem Brief der Tagesschau genau vorwirft:

Maaßen wirft der “Tagesschau” vor, den Begriff Hetzjagd “ohne kritische Kommentierung oder Einordnung” erwähnt zu haben.

Schon im September äußerte er in einem umstrittenen Interview Skepsis gegenüber Medienberichten zu rechtsextremistischen Hetzjagden und sprach von “gezielten Falschinformationen”. In der Folge wurde er ins Innenministerium versetzt.

► Ihm sei es nie “um eine Begriffsdefinition” gegangen, so heißt es in Maaßens Brief weiter, “sondern um die Sorge, dass unklare Informationen in die Berichterstattung deutscher Medien Eingang finden”, berichtet “Spiegel Online”.

(ll)