POLITIK
06/07/2018 16:35 CEST | Aktualisiert 06/07/2018 16:39 CEST

Maas sagt Deutschen, welches Land sie bei der WM anfeuern sollen

"Wir brauchen einen radikalen Schulterschluss."

Lehtikuva Lehtikuva / Reuters
Außenminister Heiko Maas
  • Außenminister Heiko Maas drückt im Viertelfinale den Franzosen die Daumen.
  • Doch nicht alle sind mit der eindeutigen Positionierung einverstanden.

Sowohl Frankreich als auch Uruguay konnten bei der WM in Russland bisher überzeugen. Am Freitagnachmittag treffen nun beide Teams im Viertelfinale aufeinander.  

Eine Begegnung, bei der sich Außenminister Heiko Maas deutlich positioniert – nicht zur Freude aller Fußballfans. 

Der SPD-Politiker twitterte kurz vor dem Anpfiff: “Auch für heute gilt: Wir brauchen einen radikalen Schulterschluss mit Frankreich. Allez les Bleus!”

Den Beitrag bebilderte er mit dem jubelnden französischen Nationalspieler Benjamin Pavard. Der spielt für den Bundesligsten VfB Stuttgart – die Wahl des Bildes ist wohl deshalb kein Zufall.

Keine Politik im Sport?

Dennoch, die meisten Twitter-Nutzer kritisieren Maas für die Aufforderung, dem Nachbarland die Daumen zu drücken. Viele sehen das als unnötige politische Einmischung in den Sport. 

► Ein Christian antwortet: “Also mir ist der ‘Underdog’ Uruguay ja sympathischer. Aber abgesehen davon möchte ich als jetzt Unbeteiligter, vor allem guten Fußball sehen.”

► Nutzer “Ali” wirft Maas Unsportlichkeit vor. Er fordert: “Halten Sie sich und die Poitik einfach raus aus unserem Fußball.”

► Ein anderer Nutzer warnt Haas vor seiner Unterstützung – gerade in der Funktion eines Außenministers, der bekanntermaßen international viel unterwegs ist: “Viel Spaß, falls Sie mal nach Uruguay fliegen sollten.” 

► Nutzer “VinzenzHediger” verweist darauf, dass Frankreich und Uruguay als Vorbilder für Deutschland taugen – im Fußball und der Politik. So haben beide Staaten die Ehe für alle bereits im Jahr 2013 eingeführt – “da war Deutschland noch hinter’m Berg”, betont “VinzenzHediger”.

(jds)