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10/09/2018 17:13 CEST

Lüneburger Polizei prüft 100 Fälle: Brachte Serienmörder viel mehr Menschen um?

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dpa
Auf dem ehemaligen Grundstück eines mutmaßlichen Serienmörders in Lüneburg sucht die Polizei nach Hinweisen auf weitere Verbrechen.

►  Ein mutmaßlicher Serienmörder aus Lüneburg könnte deutlich mehr Menschen umgebracht haben als zunächst angenommen. Derzeit prüfe man mögliche Verbindungen zu rund 100 ungeklärten Taten, teilte die Polizei am Montag mit.

►  “Bislang haben sich 42 Dienststellen gemeldet, die ungefähr 100 verschiedene interessante Fälle geliefert haben”, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Lüneburg.

►  Bei dem mutmaßlichen Täter soll es sich um einen Friedhofsgärtner handeln. Er nahm sich 1993 das Leben, die Polizei fand in seine Haus laut “Frankfurter Rundschau” Waffen, Fesseln und anderes verdächtiges Material.

Was bislang passiert ist:

Anfang des Jahres hatte die Polizei in Lüneburg eine sogenannte Clearingstelle eingerichtet. “So sollen andere Dienstellen im In- und Ausland in die Lage versetzt werden, ihre Fälle anhand der sogenannten Göhrde-Morde abzugleichen”, erklärte der Sprecher.

Die Polizei hat ein Bewegungsbild des Mannes erstellt, der längere Zeit auch in Karlsruhe lebte. 

Derzeit würden zudem etwa 200 Spuren und Asservate vom Landeskriminalamt Niedersachsen ausgewertet, hatte der Polizeisprecher mitgeteilt.

Sie waren im April bei einer Durchsuchung im früheren Haus des Verdächtigen sichergestellt worden. Unter der Garage war vor fast einem Jahr die vergrabene Leiche einer seit 1989 vermissten Frau gefunden worden.

Der frühere Hausbesitzer gilt auch als verantwortlich für zwei Doppelmorde in der Göhrde von 1989. In dem östlich von Lüneburg gelegenen Waldgebiet waren damals zwei Paare getötet worden.

dpa
1989, Niedersachsen; Oldendorf: Polizeibeamte einer Hundertschaft durchsuchen den Wald in der Göhrde nach Spuren der Täter, die ein Hamburger Ehepaar getötet hatten.