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15/05/2018 13:38 CEST | Aktualisiert 15/05/2018 13:38 CEST

Loslassen um zu Leben - wie finanzieller Minimalismus Deine Lebensqualität verbessert

Unser Konsumverhalten ist in einer ständigen Änderung begriffen. Dabei ist zu beobachten, dass die Menschen immer mehr Geld in Dinge investieren, von denen sie feststellen, dass sie diese eigentlich gar nicht zum Leben brauchen. Nun ist das, was gebraucht wird und worauf verzichtet werden kann, eher eine individuelle Entscheidung. Es steht jedoch fest, dass wir auf viele Dinge, die wir einkaufen und für die wir viel Geld ausgeben könnten, auch ganz gut verzichten könnten. In Studien wird häufig nachgewiesen, dass ein gewisser finanzieller Minimalismus die Lebensqualität fördern kann. Dabei geht es nicht darum, geizig zu werden, um so viel Geld wie möglich auf dem Konto zu haben. Es geht um bewussten Verzicht, der sich so gestaltet, dass Dinge weggelassen werden, ohne die das Leben ebenso gut funktioniert. Der Verzicht wirkt sich zwar positiv auf das Portemonnaie aus, aber dies ist nicht das einzige Ziel von finanziellem Minimalismus. Du fühlst Dich gut, wenn Du verzichtest, und Du merkst, dass viele Dinge auch einen Ballast darstellen, der gern abgeworfen werden kann. Danach fühlt sich das Leben genauso angenehm an, oder es wird sogar noch viel angenehmer.

Sorgenfreies Leben durch weniger Luxus

Vieles, was wir täglich kaufen, kann in den Bereich des Luxus eingeordnet werden. Nun wird Luxus ebenso individuell definiert wie die Menschen unterschiedlich sind. Doch vielleicht sollten Sie es einfach mal ausprobieren.

Die Welt, in der wir leben, entfernt sich immer mehr von dem, was eigentlich unsere ursprüngliche Bestimmung ist.

Die Menschen lebten einmal vollkommen im Einklang mit der Natur. Wir beuten die Natur aus. Der Mensch braucht Gesellschaft, und deshalb entwickelten unsere Vorfahren zahlreiche verschiedene Lebensmodelle, in denen das gute Miteinander zentraler Mittelpunkt war.

Die Menschen halfen sich gegenseitig, sie vergnügten sich miteinander, sie arbeiteten zusammen. All diese Komponenten leben wir heute auch noch, aber sie sind gerade in der Gegenwart in einer großen Veränderung begriffen. Eher ist sich der moderne Mensch selbst der nächste und definiert sich über den Konsum, als dass er menschliche Werte in den Mittelpunkt stellt.

Ein neues Auto mit komfortabler Ausstattung, das teuerste Smartphone, das es auf dem Markt gibt, die Reise in die USA oder ein Essen im Nobelrestaurant sind Statussymbole, die sagen sollen, ich bin wer und ich stelle etwas dar.

Dabei kannst Du auf all diese Dinge leicht verzichten und sie durch Kleinigkeiten ersetzen, die Dich vielleicht sogar glücklicher machen. Ein preiswertes Einsteigersmartphone ermöglicht Dir eine ausreichende Kommunikation und Information.

Einen gebrauchten Wagen zu fahren, der schon zehn oder 15 Jahre alt ist, kann einen besonderen Reiz haben. Und anstatt im Restaurant zu essen, kannst Du Freunde zum gemeinsamen Kochen einladen. Wenn Dich Deine nächste Reise an einen Ort innerhalb Deutschlands führt, wirst Du ebenso viele Eindrücke gewinnen. Du nimmst am Leben teil und merkst plötzlich, dass der bewusste Verzicht Spaß machen kann.

Dies ist mit finanziellem Minimalismus gemeint. Du weißt, dass Du Dir Dinge leisten kannst, aber Du verzichtest ganz bewusst darauf. Dies kann nicht nur viel Spaß machen, sondern die Lebensqualität ganz entscheidend fördern.

Wissenschaftlich bewiesen - Verzicht kann zur Gewöhnung werden

Zahlreiche Studien haben sich mit dem finanziellen Minimalismus befasst. So beschreibt Christian Bischoff in seinem Werk “Das Meisterwerk Leben”, dass sich der Mensch nach spätestens 2 Monaten an eine neue Situation gewöhnt hat.

Probiere es einfach aus und suche Dir einen Bereich, in dem Du Dein individuelles Sparpotenzial entfalten kannst. Zu den Experten, die sich nicht mit dem Verzicht allgemein, sondern speziell mit dem finanziellen Minimalismus befasst haben, gehören T.Harv Eker und Christian Bischoff.

Sie gehen so weit, dass sie den Minimalismus als einen der Grundsteine des Lebens bezeichnen.

Finanzieller Minimalismus fängt im Alltag an

Möchtest Du Dich intensiver mit finanziellem Minimalismus auseinandersetzen, ist morgen genau der richtige Zeitpunkt, um damit zu beginnen. Wenn es der Weg, das Wetter und Deine Arbeitszeiten ermöglichen, hole Dein Fahrrad aus dem Keller oder aus dem Schuppen und fahre damit zur Arbeit.

Genieße die klare Luft am Morgen, anstatt Dich durch den Stau zu quälen, und das gute Gefühl, etwas für Deine Sinne und für Deine Gesundheit getan zu haben.

Wenn sich Deine Kollegen zum Mittag essen verabreden und in ein Restaurant gehen, unternimmst Du einen Spaziergang und gönnst Dir einen frischen Salat vom Imbiss. Schaue die Menschen an, die zu einem Termin eilen, und beobachte die, von denen man glaubt, dass sie ruhiger und besonnener leben. Du wirst sicher sofort erkennen, dass der Gesichtsausdruck des ruhigen und besonnenen Menschen deutlich entspannter ist.

Am Abend gehst Du in Deine Küche und lebst den Minimalismus weiter. Bereite Dir Dein Lieblingsessen zu. Beim Einkaufen achtest Du darauf, dass Du möglichst wenig Geld ausgibst. Du wirst erstaunt sein, wie voll Du Deinen Korb auch mit einfachen Dingen füllen kannst.

Genieße dieses besondere Lebensgefühl zunächst für einige Tage oder eine Woche. Schnell wirst Du merken, dass Du nicht wieder aufhören kannst mit dem Minimalismus. Viele weitere coole Spartipps findest Du unten auf meinem Blog.

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