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27/06/2018 18:30 CEST | Aktualisiert 27/06/2018 22:54 CEST

WM: Bundestrainer Löw vor dem Aus nach deutscher Pleite gegen Südkorea?

“Man hat gesehen, dass wir keinen wirklichen Plan haben.”

Sergei Savostyanov via Getty Images
Was wird aus dem Bundestrainer?

“Es ist ein Schock”, sagte ZDF-Kommentator Béla Réthy nach der Niederlage der Nationalmannschaft bei der WM gegen Südkorea (0:2). Und weiter: “Es wird einen Umbruch geben.”

Damit meinte er zum einen die erfahrenen Spieler, die bei der WM 2014 noch den Titel holten, jetzt aber nicht überzeugen konnten. Ihre Zukunft in der Nationalmannschaft steht auf der Kippe. 

Réthy stellte damit indirekt aber auch den Verbleib von Bundestrainer Jogi Löw infrage. Natürlich geht das erste Vorrunden-Aus einer deutschen Mannschaft bei einer WM überhaupt auch auf seine Kappe.

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 “Wer tritt als erstes zurück, Merkel oder Löw?” 

“Man hat gesehen, dass wir keinen wirklichen Plan haben”, sagte TV-Experte und Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn zur Leistung der Nationalmannschaft. Eine klare Kritik am nicht vorhandenen Konzept des Bundestrainers.

Auch in den sozialen Netzwerken entlud sich die Wut auf den Bundestrainer.

Zwei harmlosere Beispiele:

“So sympathisch wie ich Löw finde”, schrieb jemand, “aber dieses AUS geht auf seine Kappe. Erst danach auf die der Spieler. Angefangen mit SANÉ nicht mitzunehmen bis hin wieder einen schlechten Khedira und Özil einzusetzen.”

Jemand anderes fragte: “Wer tritt als erstes zurück, Merkel oder Löw?” 

DFB-Teammanager Oliver Bierhoff betonte unmittelbar nach dem Spiel: “Jogi hat gerade erst einen Vertrag unterschrieben. Ich gehe davon aus, dass er weitermacht.”

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Aber der Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft. Wir werden sehen.

Löw selbst sagte im Interview nach der Niederlage im dritten Spiel: “Dafür muss ich die Verantwortung übernehmen.”

(ben)