POLITIK
14/08/2018 10:17 CEST

Linksjugend postet Grafik zu toten Flüchtlingen – Linke-Politiker sind empört

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dpa
Linksjugend sorgt für Empörung. 

► Am Jahrestag des Mauerbaus hat die Jugendorganisation der Linkspartei, die Linksjugend, eine Grafik auf ihrem Twitter-Account geteilt, die für Ärger sorgte. 

► In dem Bild werden die Toten an der Grenze zwischen der DDR und der BRD mit den Toten an der Außengrenze der EU verglichen. “Diese Grafik spricht für sich allein”, heißt es dazu. 

► Mit dem Vergleich von 872 Toten während 1949 bis 1990 an der innerdeutschen Grenze und den angeblich über 35.000 Toten an den Grenzen der EU soll die Flüchtlingspolitik Europas kritisiert werden. 

Wie die Linkspartei reagierte: 

Der Beitrag auf Twitter stieß bei Politikern der Linkspartei auf Kritik. Die Linke-Bundestagsabgeordnete Petra Pau kommentierte auf Twitter: “Liebe Genossinnen und Genossen, solltet Ihr dies ernst meinen, habe ich ab jetzt ein Problem mit Euch.” 

Die Antwort der Jugendorganisation: “Dann erklär doch bitte dein Unwohlsein damit.” Die Kritik konnte die Linksjugend offenbar nicht verstehen. 

Die Linken-Politikerin Elke Breitenbach, Senatorin in Berlin für Integration, Arbeit und Soziales, schrieb: 

“Auch als Jugendverband sollte man die Geschichte der eigenen Partei kennen. Die Flüchtlingspolitik der EU und vielen Menschen, die im Mittelmeer ertrinken, relativieren nicht einen Toten an der Berliner Mauer.” 

Auch die Konrad-Adenauer-Stiftung irritierte:  

► Auch die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung wollte am 13. August an den Mauerbau erinnern – und teilte dazu Fotos von Grenzanlagen weltweit. 

► Dass darunter auch die Mauer, die Israel vom Rest der palästinensischen Autonomiebehörde trennt. Der Vergleich sorgte ebenfalls für Empörung im Internet. 

► Israel wolle seine Bevölkerung schützen, die DDR habe die Menschen dagegen eingesperrt, kommentierten Twitter-Nutzer. 

(jg)