POLITIK
10/06/2018 15:22 CEST | Aktualisiert 10/06/2018 15:52 CEST

Linke-Parteitag: Wagenknecht wird bei Rede beschimpft

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dpa
Polarisiert: Sahra Wagenknecht.

Buhrufe und Beschimpfungen: Linke-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht stieß auf dem Parteitag in Leipzig mit einem Plädoyer gegen grenzenlose Zuwanderung auf heftigen Widerstand. 

Die Politikerin sprach sich wie in der Vergangenheit für einen kritischen Kurs in der Flüchtlingspolitik aus und beklagte, ihr werde von Parteikollegen “Nationalismus, Rassismus oder AfD-Nähe” unterstellt.

Die Rede der Fraktionschefin und Nachfragen von Delegierten führten zu turbulenten Szenen. Wagenknecht wurde beschimpft, erhielt aber auch heftigen Applaus.

Darum ist die Reaktion auf Wagenknechts Rede wichtig: 

Wagenknecht und Parteichefin Katja Kipping liefern sich seit Wochen heftige Auseinandersetzungen in der Flüchtlingsfrage. Dabei geht es darum, ob Deutschland generell oder nur bedingt offen für Flüchtlinge und andere Migranten sein soll.

Der Parteitag hatte mit einem Antrag die Forderung nach “offenen Grenzen” beschlossen. Wagenknecht wertete dies allerdings nicht als konträr zu ihrer Position. Der Streit innerhalb der Partei geht also weiter – wie die Rede von Wagenknecht zeigte.

Was ihr noch wissen müsst:

Buhrufe erhielt Wagenknecht, als sie sagte: “Den Hungernden in Afrika nützen offene Grenzen nichts, weil sie gar nicht die Mittel haben, sich auf den Weg (nach Europa) zu machen. Die Allerärmsten der Welt brauchen unsere Hilfe vor Ort.” 

(sk)