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23/12/2017 10:16 CET | Aktualisiert 23/12/2017 10:16 CET

Lieber dampfen statt rauchen

Immer mehr Menschen kehren der herkömmlichen Zigarette den Rücken und wenden sich der elektronischen Variante zu. Ein großer Vorteil für die Benutzer der E-Zigarette sind die verschiedenen Dampftypen. Erfahren Sie hier, warum die E-Zigarette in Zukunft vielleicht die Tabakzigarette ablösen kann.

SVETOV DMITRII – 557796589 / Shutterstock.com
Immer mehr Menschen dampfen lieber, anstatt zu rauchen. Bildquelle: SVETOV DMITRII – 557796589 / Shutterstock.com

Steigender Umsatz

Seit dem Jahr 2015 sind in der Branche der elektronischen Zigaretten rasant steigende Verkaufszahlen zu beobachten. Allein im Zeitraum zwischen September 2016 und September 2017 ist der Umsatz auf über 33 Millionen Euro gestiegen. Das bedeutet einen Zuwachs von unglaublichen 103 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Und dabei ist bei dieser Zahl nicht einmal der Onlinehandel berücksichtigt worden, obwohl dieser den wohl größten Absatzmarkt für die E-Zigaretten darstellt. Die herkömmlichen Zigaretten sind mit über 19 Milliarden Euro Umsatz zwar immer noch das Maß aller Dinge in dieser Kategorie, allerdings bedeutet diese Zahl einen Verlust von drei Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr.

Warum die E-Zigarette?

Viele Raucher möchten zwar gerne weniger Tabak rauchen oder am liebsten ganz mit dem Rauchen aufhören, allerdings ist dieses Vorhaben in vielen Fällen einfacher gesagt als getan. Für zahlreiche Raucher ist daher der Umstieg auf eine elektronische Zigarette die Lösung ihres Problems.

Denn durch diese können sie immer noch gemütlich dampfen, haben aber nicht mehr das Problem des schädlichen Tabaks. Die E-Zigaretten sind zwar gesundheitlich auch nicht völlig ungefährlich, dafür sind sie aber erwiesenermaßen bedeutend weniger schädlich als eine normale Tabakzigarette.

Die verschiedenen Dampftypen

Die Benutzer von E-Zigaretten bezeichnen sich gerne selbst als Dampfer und mittlerweile gibt es sogar verschiedene Dampftypen. Welche Charakterzüge den verschiedenen Dampftypen zugeordnet werden können, soll im Folgenden aufgelistet und kurz erläutert werden:

  • Das Küken:

Hiermit sind die Einsteiger gemeint, die erst kürzlich den Weg zur E-Zigarette gefunden haben, jedoch keine Gelegenheit auslassen, jemandem von ihrer neuen Passion zu erzählen. Was die verschiedenen Modelle von E-Zigaretten angeht, haben die Küken nur wenige Informationen, sind aber stets aufmerksam, wenn sie Tipps von erfahrenen Dampfern erhalten können.

  • Der entspannte Dampfer:

Dieser Dampfer verfügt über ein großes Wissen, wenn es um elektronische Zigaretten geht und redet nicht viel über seine Gewohnheiten. Bei ihm steht die Funktionalität an erster Stelle, da für ihn das Dampfen ausschließlich der Entspannung dient. Dieser Typ braucht kein großes Zubehör, sondern einfach eine kompakte und einfache E-Zigarette, um glücklich zu sein.

  • Daniel Düsentrieb:

Dieser Typ, der nach einer bekannten Comicfigur aus Entenhausen benannt ist, zeichnet sich durch seine enorme Experimentierfreudigkeit aus, wenn es um technische Geräte geht. Dieser Dampfer zieht Modelle vor, die sich individuell nach Wunsch zusammenstellen lassen, da seine Vorlieben mit einer simplen E-Zigarette nicht erfüllt werden.

  • Der Mentor:

Die Mentoren sind vor allem bekannt für ihre große Erfahrung und ihre Vorliebe dafür, andere an ihren weitreichenden Kenntnissen teilhaben zu lassen. Sie sind immer auf dem neusten Stand, wenn es um technische Neuerungen geht und haben immer einen Rat parat, wenn es um die Verbesserung der Ausrüstung geht. Oftmals sind sie sogar bereit, ihr Equipment den Neugierigen zum Test zu überlassen.

  • Der modebewusste Dampfer:

Dieser Vertreter der Dampfer legt besonders großen Wert auf die Optik seiner E-Zigarette. Die neueste und beste Technik spielt dabei eher eine untergeordnete Rolle. Bei ihm sind immer viele verschiedene und farbenfrohe Modelle zu finden, damit auch für jeden Anlass und jedes Outfit das richtige Gerät auf Lager ist.

  • Der Prediger:

Der Prediger lässt keine Gelegenheit aus, um einen Raucher davon überzeugen zu wollen, dass er auch lieber ein Dampfer werden sollte. In den meisten Fällen ist dieser Typ selbst einmal vom Rauchen auf das Dampfen umgestiegen und deswegen hat er eine Vielzahl von Argumenten, die aus seiner Sicht für die E-Zigarette sprechen. Das größte Glück ist für ihn, wenn er es tatsächlich schafft, jemanden vom Dampfen zu überzeugen.

  • Der Mixologe:

Unter dem Mixologen versteht man einen Dampfer, der schon zahllose Geschmacksrichtungen ausprobiert hat. Da bei der Standardauswahl nicht mehr das richtige für sie dabei ist, mischen sich die Mixologen ihr E-Liquid selbst. Dadurch werden völlig neue Aromen kreiert, für die diese Dampfer ein hohes Ansehen in der Szene genießen, da sie für ihre Innovationen bewundert werden.

  • Der Schmarotzer:

Nicht nur unter den Dampfern ist dieser Typ bekannt. Denn auch unter den Rauchern gibt es immer den einen, der keine eigenen Zigaretten hat, sondern stets bei anderen schnorrt. Dieser Typus hat sich ebenfalls bereits in den Kreisen der Dampfer etabliert. Man sollte seine Gegenwart lieber meiden oder ihm die eigene E-Zigarette verweigern. So kann man sich Ressourcen sparen und zwingt den Schmarotzer vielleicht dazu, sich selbst eine E-Zigarette zu kaufen.

  • Der Wolkenjäger:

Dieser Dampfer jagt immer nach einer noch größeren und noch dichteren Dampfwolke, da die großen Schwaden pure Zufriedenheit für ihn bedeuten. Die Ausrüstung von diesem Typus ist meist äußerst kraftvoll und somit perfekt für die Vorlieben des Wolkenjägers geeignet. Es gibt sogar Wettkämpfe, in denen die Dampfer in den Wettstreit um die größte und dichteste Wolke treten können.

  • Der Aktivist:

Wenn es darum geht, die E-Zigarette zu verteidigen, ist der Aktivist immer an vorderster Front zu finden. Sie sind bestens informiert und lassen gerne jeden wissen, dass das Dampfen weniger schädlich ist als das Rauchen von Tabakzigaretten. Da Vorurteile von diesen Dampfern sofort mithilfe von Fakten aus der Welt geräumt werden, haben sie einen entscheidenden Anteil daran, dass sich die E-Zigarette mittlerweile einer breiten Akzeptanz und vieler Fans erfreut.

Die Vorteile der E-Zigarette

Neben der bereits erwähnten Tatsache, dass die E-Zigarette deutlich gesünder ist als die Variante mit Tabak, gibt es noch weitere Aspekte, die für die elektronische Variante sprechen. Die E-Zigarette ist zum einen wesentlich länger haltbar als die herkömmliche Tabakzigarette, wodurch man sie länger nutzen kann. Zum anderen kann man diese auch getrost in seiner Wohnung benutzen, ohne unschöne Nikotinflecken an den Wänden fürchten zu müssen.

Außerdem existiert eine viel größere Auswahl an Aromen. Ebenso ist das Rauchen mit einer E-Zigarette auf Dauer gesehen deutlich günstiger. Wenn man beispielsweise 20 Filterzigaretten eines gängigen Herstellers pro Tag raucht, muss man dafür ungefähr 180 Euro im Monat bezahlen. Ein vergleichbarer Konsum kostet den Dampfer lediglich um die 35 Euro.

Ein letzter wichtiger Aspekt ist, dass man als Dampfer nicht mehr den ständigen Preiserhöhungen ausgesetzt ist, die mittlerweile zur Regel bei Tabakzigaretten geworden sind.

In Zukunft mehr Dampfer als Raucher?

Es zeigt sich also, dass es vieles gibt, dass für das Umsatteln auf die E-Zigarette spricht. Zwar ist die Kluft hinsichtlich des Umsatzes zwischen der elektronischen und herkömmlichen Zigarette immer noch groß, die E-Zigarette hat aber definitiv das Potenzial, die Tabakvariante auf lange Sicht zu verdrängen, sodass in Zukunft vielleicht tatsächlich mehr gedampft als geraucht wird.

Bildquelle: SVETOV DMITRII – 557796589 / Shutterstock.com

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