POLITIK
07/12/2018 07:44 CET | Aktualisiert 07/12/2018 09:32 CET

Kurz vor CDU-Wahl: Ziemiak erteilt AKK schmerzhafte Absage

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ODD ANDERSEN via Getty Images

► Herber Schlag für Annegret Kramp-Karrenbauer: Im Rennen um den CDU-Vorsitz hat der einflussreiche JU-Chef Paul Ziemiak der Saarländerin kurz vor der Abstimmung am Freitag eine Absage erteilt.

► Ziemiak sagte nach Informationen der Düsseldorfer “Rheinischen Post“ am Donnerstagabend vor Vertretern der Jungen Union, seine Heimat seien Nordrhein-Westfalen und das Sauerland. Das werde er bei der Wahl berücksichtigen.

► Wie die HuffPost erfuhr, erntete der bislang nur als Außenseiter gehandelte Gesundheitsminister Jens Spahn in der JU-Delegiertenvorbesprechung starken, anhaltenden Applaus, als seine Nähe zur Jungen Union zur Sprache kam.

► Ziemiaks Botschaft wurde von Teilnehmern der Sitzung so verstanden, dass er im ersten Wahlgang Spahn wählen wolle und in einem möglichen zweiten Friedrich Merz.

Warum Ziemiaks Aussage so wichtig ist:

Die Junge Union hatte sich bislang noch nicht klar zu einem Kandidaten bekannt. Ziemiak wurden derweil Sympathien für Merz nachgesagt, seine Nähe zu Spahn ist bekannt.

In Berlin vermutete man allerdings einen möglichen Deal mit AKK, die Ziemiak zu ihrem Nachfolger als CDU-Generalsekretär ernennen könnte.

Die Junge Union stellt rund zehn Prozent der Delegierten auf dem Parteitag: Ihre Unterstützung könnte also ausschlaggebend werden. 

(ben)