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12/03/2018 20:31 CET | Aktualisiert 12/03/2018 20:31 CET

Künstliche Intelligenz

Seit dem ich die Dokumentation AlphaGo auf Netflix gesehen habe bin ich interessiert am Thema Künstliche Intelligenz. In dieser Dokumentation wird eine Software darauf trainiert das komplizierte Brettspiel GO zu spielen und besiegt den Weltmeister Lee Sedol im Go. Auf der Social Media Week in Hamburg vom 28.2.-2.3. habe ich mehrere Workshops und Panels zum Thema Künstliche Intelligenz besucht. Hier einige Anmerkungen zum Thema.

Bevor ich auf einzelne Punkte komme zunächst die Frage: was ist Künstliche Intelligenz? Die Idee dahinter ist bereits älter und inzwischen gibt es auch viele Namen, die im Netz kursieren. Die Idee von Künstlicher Intelligenz ist es, dass es neben der natürlichen Intelligenz, also der menschlichen, noch eine weitere gibt. Diese künstliche Intelligenz zeichnet sich dadurch aus, dass sie selber, automatisch und ohne menschliches Eingreifen lernen kann. KI ist nicht unumstritten und es gibt einige Kritikpunkte, die ich im Folgenden erwähnen möchte:

1.„Nimmt mir KI die Arbeit weg?“

Ein großer Punkt ist das Argument, das wir Menschen keine Arbeit mehr besitzen werden, da die KI unsere Arbeit schneller und effizienter machen wird. Das Argument scheint allerdings überholt zu sein denn ähnlich wie zur Zeit der industriellen Revolution werden natürlich gewisse Arbeitsprozesse wegfallen aber dafür werden auch neue wieder entstehen. Als die ersten Autos vom Band liefen, waren die Produzenten von Pferdekutschen mit Sicherheit unter Druck und ein ganzer Industriezweig fiel weg. War die Erfindung des Automobils aber damit eine schlechte Erfindung? Wohl kaum. KI sollte nicht als ein Ersatz von menschlicher Arbeit gesehen werden, sondern als eine Erleichterung für Menschen. Stupide, langweilige oder gefährliche Arbeit soll in Zukunft von KI übernommen werden, sodass wir Menschen mehr Zeit für die kreative Arbeit haben.

2.„Übernimmt KI irgendwann die Kontrolle über uns Menschen?“

Das ist ebenfalls, wie der erste Punkt, ein sehr pessimistischer Gedanke über KI. Es gibt KI in bestimmten Bereichen: die Software, die den Go-Weltmeister besiegt hat, ist sehr gut im GO spielen; es kann aber nicht Schach spielen. In einem der Workshops auf der Social Media Week stellte ein Unternehmen ein Redaktionssystem vor, dass Fußball Berichte automatisch generiert. Diese Software ist mit genügend Daten ausgestattet sehr gut um Erstellen von Fußball Berichten, aber eine Reportage oder ein Porträt bekommt die Software noch nicht hin. Dinge wie Kreativität, Werte oder Gefühle machen uns Menschen einzigartig und keine KI kann diese nachmachen. Deshalb ist die Vorstellung einer KI, die uns Menschen kontrolliert zu weit hergeholt.

3.Unschlagbares Team aus künstlicher und natürlicher Intelligenz

Andre Kiehne, der Geschäftsleiter von Microsoft Deutschland, hat es in seinem Vortrag „Künstliche Intelligenz ist das, was du daraus machst“ bei der Social Media Week auf den Punkt gebracht. Künstliche und natürliche Intelligenz sollten seiner Meinung nach zusammenarbeiten, denn in Kombination wären sie „ein unschlagbares Team“. Der Fokus liegt dabei bei der unterstützenden Wirkung von KI. Für alle Berufszweige hindurch kann KI eine Unterstützung und Hilfe sein. Was wir allerdings dafür tun müssen, ist uns mit dem Thema auseinanderzusetzen. Es geht darum ethische Grundsätze im Umgang zwischen KI und Menschen zu definieren und eine Diskussion in Politik und Wirtschaft einzuleiten.