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24/06/2018 12:24 CEST | Aktualisiert 24/06/2018 18:09 CEST

Kroos legt nach Fan-Schelte nach – und übt harte Kritik an Journalisten

"Es dürfen sich alle angesprochen fühlen, die schreiben."

Stuart Franklin - FIFA via Getty Images
Hat keine Lust auf Schwarzseher: Toni Kroos. 
  • Nach dem knappen Sieg der Nationalmannschaft über Schweden hat Toni Kroos die Kritiker der Löw-Elf attackiert.
  • Jetzt legte er in einem Magazin-Interview nach – und konkretisierte seine Vorwürfe. 

Toni Kroos war wütend

ARD-Reporter Gerhard Delling stellte ihm seltsame Fragen. Fragen wie: “Toni Kroos, ist da totale Leere oder Freude?”

Was sollte Kroos auf solche Fragen antworten? Freude, natürlich – aber eine getrübte. Kroos sagte: 

“Wir wurden viel kritisiert, teilweise auch sicher zurecht. Relativ viele Menschen in Deutschland hätte es gefreut, wenn wir raus wären. Aber so leicht machen wir es ihnen nicht.”

Eine unerwartete Breitseite des Mittelfeld-Stars gegen die eigenen Fans und die Experten in Deutschland. 

Und nun hat Kroos sogar nachgelegt. 

Kroos über Journalisten: “Macht ihnen mehr Spaß, schlecht über uns zu reden”

In einem Interview mit dem Fußball-Magazin “11Freunde” erklärte Kroos, wie er zu dem Eindruck kam, dass viele Menschen sich ein Ausscheiden der Nationalelf bei der Weltmeisterschaft wünschen würden. 

“Ich gewöhne mir immer mehr ab, nach Spielen was anzuschauen oder zu lesen. Aber wer sich heutzutage alles zu Wort meldet und was geschrieben wird ...”, sagte Kroos. 

Er stellte klar: Damit meine er nicht in erster Linie die Fans, sondern vor allem die TV-Experten und Sportjournalisten. 

“Es dürfen sich auch alle angesprochen fühlen, die schreiben”, sagte Kroos. Und kritisierte: 

“Bei mir gab es in den letzten vier, fünf Tagen das Gefühl, dass es viel mehr Spaß macht, schlecht über uns zu reden, zu schreiben und zu analysieren als andersherum. Wenn das falsch sein sollte, tut es mir leid.”

Kroos will sich nicht auf Experten und Medien verlassen

Für sich und die Löw-Mannschaft zog Kroos aus dem von ihm so gesehenen Verhalten der Medien und Experten in Deutschland klare Schlüsse. 

“Von all denen, die uns die Körpersprache absprechen, bekommen wir keine Hilfe”, sagte er. “Es wird uns keiner zum Titel schreiben, das müssen wir selber machen. Das muss von uns kommen.”

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(ujo)