POLITIK
28/11/2018 07:19 CET

Krim-Krise: Trump droht mit Absage von Putin-Treffen

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The Washington Post via Getty Images
US-Präsident Trump. 

► Im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine wird der Druck auf Moskau größer. Nun stellt US-Präsident Donald Trump ein geplantes Treffen mit Wladimir Putin in dieser Woche beim G20-Gipfel in Buenos Aires in Frage.

► Er erwarte erst einen Bericht seines Nationalen Sicherheitsteams zur Lage. “Ich mag diese Aggression nicht”, sagte Trump der “Washington Post”.

► Unterdessen warnt der ukrainische Präsident Petro Poroschenko vor einem Einmarsch russischer Truppen in sein Land. 

► “Die Zahl der Einheiten, die entlang unserer ganzen Grenze stationiert wurden, ist um einiges gestiegen”, sagte er am Dienstag mit Blick auf das angeblich vorrückende russische Militär. Er betonte: “Dem Land droht ein großangelegter Krieg mit der Russischen Föderation.”

Der Hintergrund zum Krim-Konflikt: 

Hintergrund sind neuerliche Spannungen mit Russland im seit Jahren schwelenden Konflikt. Am Sonntag hatte die russische Küstenwache Patrouillenbooten der ukrainischen Marine die Durchfahrt in der Meerenge von Kertsch vor der annektierten Halbinsel Krim verweigert.

Die drei ukrainischen Schiffe wurden aufgebracht. Es fielen dabei auch Schüsse. 24 Matrosen wurden festgesetzt. 

Gegen die ersten Seeleute wurde eine zweimonatige Untersuchungshaft verhängt. Ihnen wird illegaler Grenzübertritt vorgeworfen. Damit drohen ihnen bei einem Prozess in Russland bis zu sechs Jahren Haft. Die nächsten Verhandlungen sind für diesen Mittwoch geplant.

Gibt es neue Sanktionen gegen Russland?

Die EU und viele westliche Länder hatten Russland und die Ukraine zur Zurückhaltung aufgerufen. Auch der Ruf nach neuen Sanktionen gegen Russland wird lauter. 

Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt (CDU), verlangte von Deutschland und der EU, sie müssten entschlossen gegen Russland vorgehen. “Es geht um klare Ansagen”, sagte er “Passauer Neue Presse” vom Mittwoch. “Sollte Russland nicht einlenken, müssen der Westen und Europa den Druck auch mit wirtschaftlichen Sanktionen erhöhen.” 

Mit Material der dpa.