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05/12/2018 12:06 CET | Aktualisiert 05/12/2018 19:43 CET

Hund schnüffelt an Besitzerin und rettet ihr so drei Mal das Leben

"Sie war wirklich ein Geschenk für mich", sagt die Frau.

  • Eine US-Amerikanerin ist drei Mal an Krebs erkrankt.
  • Jedes Mal war es ihre Husky-Hündin, die den Krebs entdeckte.
  • Im Video oben seht ihr einen ähnlichen Vorfall: Wie ein Hund seine Besitzerin auf eine lebensgefährliche Krankheit aufmerksam machte.

Die 52-jährige Stephanie Herfel aus dem US-Bundesstaat Wisconsin ist drei Mal an Krebs gekrankt. Und alle drei Male machte sie ihre Hündin Sierra auf ihre Krankheit aufmerksam. Im November 2013 fand Herfel heraus, dass sie an Eierstockkrebs leidet.

Ihr Arzt dachte, sie habe einfach reguläre Unterleibsschmerzen und verschrieb ihr Schmerzmittel. Erst als Hündin Sierra an der Amerikanerin schnüffelte, anschließend wegrannte und sich verkroch, ließ sich Herfel noch einmal untersuchen. Das berichtet die britische “Daily Mail”.

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Eierstockkrebs kann erblich bedingt sein. In den frühen Stadien der Krankheit sind häufig keine Symptome erkennbar. Aus diesem Grund wird der Krebs in vielen Fällen erst sehr spät erkannt, wie die “Apotheken-Umschau” schreibt.

Für Frauen mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken. Frauen ab 50 Jahren sollten sich daher regelmäßig auf die Krankheit untersuchen lassen.

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Hündin erschnüffelt Krebserkrankung seiner Besitzerin

Nach einer Operation und einer Therapie dachte Herfel, dass sie den Krebs besiegt hätte. Doch Hündin Sierra erschnüffelte die Krankheit noch einmal im Jahr 2015 und 2016. 

Heute ist die 52-Jährige nach eigenen Angaben krebsfrei sein – und das nur, weil ihre Hündin sie rechtzeitig auf die Krankheit aufmerksam gemacht hatte. Sie sagte der “Daily Mail”.

“Ich verdanke meiner Hündin mein Leben. Sie war wirklich ein Geschenk für mich.”

Hunde haben einen viel besser ausgebildeten Geruchssinn als Menschen. Bei der Polizei werden die Tiere daher schon seit langem als “Suchmaschine” eingesetzt. Erste Studien zeigen, dass Hunde womöglich auch in der Medizin eingesetzt werden könnten.

Wie Hunde in der Medizin eingesetzt werden könnten

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat der Wissenschaftler Gianluigi Taverna eine Studie zur Krebserkennung mithilfe von Hunden durchgeführt.

Sein Ergebnis: Einige Hunde konnten mit einer Genauigkeit von 98 Prozent Prostatakrebs erkennen. Dazu hatten die Tiere an Urinproben geschnüffelt. Taverna sagte Reuters:

“Die Nutzung von Hunden zur Erkennung von Prostatakrebs könnte dazu beitragen, die Anzahl vermeidbarer Untersuchungen zu reduzieren und Patienten, die ein hohes Risiko für die Krankheit haben, besser zu betreuen.”

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Die hohe Treffsicherheit der Hunde sei zwar ermutigend, dürfe aber auf keinen Fall eine ärztliche Untersuchung ersetzen, betonte der Mediziner.

(ujo/ll)