POLITIK
17/05/2018 08:10 CEST | Aktualisiert 17/05/2018 11:08 CEST

Kramp-Karrenbauer sieht rechtsradikale Elemente in AfD

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NurPhoto via Getty Images

Der Streit bei der Haushaltsdebatte löst ein Nachbeben aus: Nach dem heftigen Schlagabtausch mit der AfD im Bundestag hat CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer die Partei als Heimat von Rechtsradikalen bezeichnet.

Kramp-Karrenbauer sagte der “Passauer Neuen Presse”: “Die AfD ist keine Alternative. Sie ist eine Partei, die ganz klar rechtsradikale Elemente hat und diese in ihren Reihen beherbergt.”

Außerdem fügte sie hinzu: “Niemand kann behaupten, er habe nicht gewusst, wes Geistes Kind die AfD ist. Wenn man Menschen pauschal nach ihrer Hautfarbe, ihrem Glauben und ihrer Herkunft beurteilt, hat das nichts mit der von der AfD viel beschworenen Tradition des christlichen Abendlandes zu tun.”

Darum sind die Aussagen wichtig:

►  AfD-Fraktionschefin Alice Weidel hatte am Mittwoch im Bundestag gesagt: “Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierte Messermänner und sonstige Taugenichtse werden unseren Wohlstand, das Wirtschaftswachstum und vor allem den Sozialstaat nicht sichern.”

►  Sie handelte sich damit einen Ordnungsruf von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) ein, weil sie damit alle Frauen mit Kopftuch diskriminiere.

Was ihr sonst noch wissen solltet:

Aus dem Plenum waren nach Weidels Äußerung Buh- und Pfui-Rufe zu hören. Merkel ging nicht auf Weidel ein. Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) betonte dagegen: Das habe “null” mit einem christlichen Menschenbild zu tun.

“Was Sie heute gemacht haben, ist das glatte Gegenteil davon. Dafür sollen Sie sich schämen.” Der Grünen-Politiker Cem Özdemir sagte an Weidel gerichtet: “Es sitzen Rassisten im Bundestag”.

(lp)