POLITIK
10/09/2018 13:21 CEST | Aktualisiert 10/09/2018 13:26 CEST

Köthen: Bürgermeister kritisiert im ZDF Polizeieinsatz bei rechtem Aufmarsch

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Köthens Oberbürgermeister Bernd Hauschild (SPD)hat sich nach dem tödlichen Streit zwischen zwei Männergruppen erschrocken gezeigt über Gewaltaufrufe bei den anschließenden Protesten. 

Es habe bei der Demonstration zwar keine Gewalt gegeben, „aber es wurde gehetzt“, so der SPD-Politiker im ZDF-“Morgenmagazin”. Die Reden seien „erschreckend“ gewesen. Warum die Polizei dagegen nicht eingeschritten sei, könne er nicht sagen.

Es sei schwer, wenn die Gewalt von außen nach Köthen komme. Er selbst habe zwar keine Aktionen gegen Rechts geplant, wenn aber etwas passiere, seien die Köthener vorbereitet.

Warum die Aussagen wichtig sind:

► Ein 22-Jähriger war am Samstag nach einem Streit zwischen zwei Männergruppen gestorben. Nach Angaben der Polizei erlag er einem akuten Herzversagen.

► Am Sonntagabend hatten sich dann rund 2500 Menschen an einer Kundgebung in Köthen beteiligt, zu dem rechte Gruppierungen in sozialen Netzwerken aufgerufen hatten. Die Proteste waren zeitweise aggressiv, es waren Rufe wie “Auge um Auge, Zahn um Zahn” und “frei, sozial und national” zu hören.

Was ihr sonst noch wissen müsst:

► Die Bundesregierung hat sich empört über die rechtsextremen Proteste nach dem Tod eines jungen Mannes in Köthen in Sachsen-Anhalt gezeigt.

► “Dass es (...) am Ende des Tages in Köthen, wie ein Video zeigt, zu offen nationalsozialistischen Sprechchören gekommen ist, auch das muss uns betroffen machen und empören”, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag.