POLITIK
25/04/2018 20:24 CEST | Aktualisiert 26/04/2018 13:33 CEST

Manipulationsverdacht: AfD-Wahlerfolge weisen laut Studie Auffälligkeiten auf

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Oben im Video: Die AfD hat den Bundestag verändert – ein Riss geht durch das Parlament.

► Je stärker die AfD in einem Wahlkreis bei der Bundestagswahl 2017 war, desto mehr ungültige Stimmen gab es dort.

► Das hat eine Untersuchung um den Freiburger Politikwissenschaftler Uwe Wagschal ergeben, wie die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” (“FAZ”) berichtet.

► Wagschal erklärt in einem “FAZ”-Gastbeitrag, dass er auch Manipulationen für möglich hält.

Darum sind die Erkenntnisse über mögliche Unregelmäßigkeiten bei der Bundestagswahl wichtig:

Bei der Wahl im September 2017 kam die AfD mit 12,6 Prozent auf die drittmeisten Stimmen. In etlichen Wahlkreisen, gerade im Osten, war die Partei  zweitstärkste, vereinzelt sogar stärkste Kraft. 

Ein starkes Abschneiden war vorher durch Umfragen abzusehen gewesen. 

Eine Aufklärung über die in der Untersuchung festgestellten Auffälligkeiten könne laut Wagschal letztlich nur durch eine Neuauszählung und Überprüfung verdächtiger Wahlbezirke und Wahlkreise geschehen. 

Was ihr noch über die möglichen Ungereimtheiten bei der Bundestagswahl wissen müsst:

Auch bei anderen Wahlen in Deutschland habe es Beispiele für Formen der Beeinflussung gegeben, etwa durch “Ungültigmachung von Stimmzetteln” oder “Erfinden von Stimmen”, erklärte Wagschal in der “FAZ”.

Dazu komme: “Auch die Häufung besonders in spezifischen Milieus spricht hierfür und auch, dass die Wahl 2013 unverdächtig war.

Zudem würden sich weitere Hinweise finden, die zu einer Beeinflussung passen könnten, “wie etwa das Verhältnis von Erst- zu Zweitstimmen“, bemerkte Wagschal.