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15/10/2018 13:33 CEST | Aktualisiert 15/10/2018 19:24 CEST

Köln: Polizei schließt Terrorakt bei Geiselnahme nicht aus

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Im Video oben seht ihr, was sich heute am Kölner Hauptbahnhof abspielte.

► Am Kölner Hauptbahnhof hat es am Montagnachmittag einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften gegeben. Ein 55-jähriger Mann hatte eine Frau in seine Gewalt gebracht und sich mit ihr in einer Apotheke verschanzt. Laut eines bei dem Täter gefundenen Ausweises stammt der Mann aus Syrien, lebte seit 2016 in Köln und hatte eine Duldung bis Mitte 2021. 

► Zuvor hatte der Mann einen Molotow-Cocktail in eine Mc-Donalds-Filiale geworfen. Dabei wurde ein 14-jähriges Mädchen verletzt. Er war anschließend in die nahe Apotheke gegangen.

“Wir schließen einen Terroranschlag nicht aus”, erklärte eine Polizeisprecherin bei einer Pressekonferenz am Montagabend. Der Täter soll Passanten erklärt haben, zur Terrororganisation “Daesh” anzugehören, sprich zur Terrormiliz Islamischer Staat.

► Um 15 Uhr waren vor dem Hauptbahnhof zwei Detonationen zu hören, danach bewegten sich Polizisten auf den Tatort zu. Kurz darauf twitterte die Polizei, dass der Täter unter Kontrolle gebracht worden sei. Er soll noch versucht haben, seine Geisel anzuzünden.

► Weiter hieß es: “Eine weibliche Geisel ist leicht verletzt und wird aktuell versorgt.” Laut Polizei soll der Täter beim Zugriff “schwerst verletzt” worden sein, er werde derzeit reanimiert.

Polizei hat “keine Hinweise auf Schüsse”

Zuvor war in den sozialen Medien von Schüssen und Feuer am Hauptbahnhof berichtet worden. Die Polizei konnte solche Informationen nicht bestätigen – und schrieb ausdrücklich: “Wir haben keine Hinweise auf Schüsse!” 

► Nachdem der komplette Zugverkehr am Bahnhof komplett eingestellt worden war, wurde die Sperrung am Abend wieder aufgehoben. 

Der Artikel wird fortlaufend aktualisiert.