POLITIK
19/07/2018 12:29 CEST | Aktualisiert 19/07/2018 12:59 CEST

Knatsch in der CSU nach Umfrage-Debakel: Seehofer weist Söders Kritik zurück

Top-News To Go.

dpa
Werden wohl nie beste Freunde: CSU-Chef Horst Seehofer und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

► Innenminister Horst Seehofer hat die Kritik von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zurückgewiesen, dass die Bundespolitik schuld am Umfragetief der CSU sei. Im aktuellen BR-Bayerntrend liegt die Partei auf einem historischen Tiefstwert von nur noch 38 Prozent.

► Seehofer sagte der “Augsburger Allgemeinen”, er sehe keinen bundespolitischen Gegenwind für die bayerische Landtagswahl und habe seinem Nachfolger beste Voraussetzungen für einen Erfolg im Oktober hinterlassen.

“Bayern steht blendend da und Markus Söder stützt sich auf eine absolute Mehrheit, die wir 2013 unter meiner Führung geholt haben“, betonte der CSU-Vorsitzende. Von einer Wiederholung des Wahlerfolgs ist die Partei derzeit aber weit entfernt. 

Wen die CSU als Schuldigen des Umfrage-Tiefs sieht: 

Mit dem Streit um Zurückweisung von Flüchtlingen an der Grenze hatte die CSU wochenlang die Schlagzeilen beherrscht. Der Streit wurde zwar von Seehofer vorangetrieben, doch auch andere CSU-Politiker beteiligten sich daran – auch Söder.  

Dass die CSU-Spitze sich nicht die – in zahlreichen Umfragen belegte (sieh auch hier, hier oder hier) – Schuld zugestehen will, zeigt auch die folgende Aussage  von CSU-Generalsekretär Markus. Der sagte dem BR:  

“Wir erleben seit einigen Wochen eine Schmutzkampagne von links, in der der CSU alle möglichen Sachen nachgesagt werden, für die wir aber nie standen und auch nie stehen werden.” 

Was Seehofer zu einem möglichen Rücktritt sagte:

Der Innenminister wies Spekulationen zurück, dass er bei einem Debakel bei der Landtagswahl als Parteivorsitzender zurücktreten werde: “Das ist eines von diesen Märchen, die jetzt überall herumerzählt werden. Daran beteilige ich mich nicht.”

(ame)