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16/12/2018 08:34 CET | Aktualisiert 16/12/2018 13:57 CET

Kleiner Hund stürzt sich auf Bär und rettet seiner Besitzerin das Leben

Der Bär schleifte sie 80 Meter mit.

  • Eine Amerikanerin ist brutal von einem Bären angegriffen worden. 
  • Ihr kleiner Chihuahua-Mix schlug das Tier in die Flucht und rettete ihr so das Leben.
  • Im Video oben seht ihr einen Chihuahua, der sein Frauchen vor einem ausgewachsenen Puma beschützen konnte. 

Sie sind niedlich, wenn sie klein sind. Doch sind sie erst einmal ausgewachsen und fühlen sich bedroht, werden Bären zu lebensgefährlichen Tieren. 

Das bekam Melinda Lebarron aus Lycoming County im US-Bundesstaat Pennsylvania zu spüren. Vergangen Mittwoch war sie mit ihrem kleinen Hund vor ihrem Haus, als ein Bär sie am Bein packte und 80 Meter weit wegschleifte. 

Der Chihuahua-Mix wollte seine Besitzerin wohl beschützen und stürzte sich wenige Augenblicke später selbst auf das riesige Tier.  

Darüber berichtet die britische Tageszeitung “DailyMail”.

GoFundMe / Cheyenne Lebarron
Der kleine Hund schlug den Bären in die Flucht. 

“Der Hund ist der Grund dafür, dass sie noch lebt”

 Lebarron sei nach dem Angriff noch in der Lage gewesen ins Haus zu kommen und hat dann einen Nachbar kontaktiert, der den Notruf wählte.

Mit diversen Knochenbrüchen und tiefen Wunden wurde die Frau dann in ein Krankenhaus eingeliefert.

Was genau passiert war, sei allerdings noch nicht ganz klar, da Melinda Lebarron noch nicht ansprechbar sei.

Dennoch könne sie auf Fragen reagieren. “Wir fragten sie, ob der Hund dem Bären hinterherlief, um sie zu beschützen und ob er der Grund ist, dass sie noch lebt. Sie nickte”, sagte Schwiegertochter Cheyenne Lebarron.

Laut Bericht ist Melinda Lebarrons Gesundheitszustand noch kritisch. Auch der Hund, der ironischerweise Bear (zu deutsch: Bär) heißt, musste mit einem gebrochenen Brustbein, einer verletzten Lunge und weiteren Verletzungen in eine Tierklinik gebracht werden.

Der Bär wird gesucht

Niemand wisse, wie der kleine Chihuahua-Mix den Bären vertreiben konnte, aber alle sind sich offenbar sicher, dass er das Leben der Besitzerin gerettet hat, heißt es laut “DailyMail”.

“Bear geht es erstaunlich gut. Sie hat viel Blut verloren und bekam starke Medikamente. Der Tierarzt sagte aber, sie sei aufgeweckt und könne aufstehen”, sagte Cheyenne Lebarron.

Bei dem tierischen Angreifer habe es sich laut Wildhütern um einen Schwarzbären gehandelt. In der Gegend kämen sie häufig vor, da sich dort allgemein viele Rehe aufhalten, die für den Bären Beute sind. 

Örtliche Wildhüter wollen den Bären nun ausfindig machen. “Wir möchten herausfinden, wie es zu diesem Unfall kommen konnte und warum. Wir sind nun dran, den Bären zu finden, der in den Angriff involviert war”, sagte Jagdaufseher Chris Krebs der Zeitung.

Wildhüter würden nun sogar Bärenfallen aufstellen, um das Tier später einschläfern zu lassen. Sie geben Entwarnung: Menschen seien nicht die typische Beute eines Schwarzbären. Sie würden nur angreifen, wenn sie sich belästigt fühlen. 

Die Familie von Melinda Lebarron hat eine Spendenaktion für die Besitzerin und ihren Hund gestartet. Sie wollen Geld für anstehende teure Behandlungen sammeln, damit beide wieder auf die Beine kommen. 

Über umgerechnet 7000 Euro sind bis jetzt zusammengekommen.  

(jkl)