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23/12/2017 10:45 CET | Aktualisiert 23/12/2017 10:45 CET

Klage gegen VW vor dem LG Berlin erfolgreich: Volkswagen muss Fahrzeug zurücknehmen!

Zety Akhzar / shutterstock.com
VW zu Rücknahme verurteilt!

Ein Paukenschlag für VW-Kunden: Das Berliner Landgericht urteilte jüngst, dass die Kfz-Kredite der VW-Bank fehlerhaft sind und in Folge dessen widerrufen werden können.

Bereits kurz zuvor urteilte das Landgericht Arnsberg. Nun zog das LG Berlin nach und macht noch einmal deutlich, dass durch den Widerruf eines Kfz-Kredits die Verbraucher zur Rückgabe des Autos berechtigt seien. Dadurch eröffnen sich für viele Verbraucher nun Möglichkeiten, besonders aber für solche, die vom Diesel-Abgasskandal betroffen und somit auch vom Fahrverbot und Wertverlust gefährdet sind. Aber das ist noch längst nicht alles: Auch andere Fahrzeughersteller sind von diesem Urteil betroffen, da es sich nicht nur auf Fahrzeuge der VW-Gruppe beziehen lässt.

Der Fall vor dem LG Berlin

Nachdem ein Verbraucher sich einen VW Diesel Tiguan gekauft hatte und diesen über die Volkswagen Bank finanziert hatte, wurde die Diesel-Abgasaffäre bekannt. Verbunden damit verlor das Fahrzeug des Käufers massiv an Wert, was diesen dazu veranlasste seinen Darlehensvertrag zu widerrufen. Argumentiert wurde damit, dass innerhalb des Vertrages nicht ausreichend über die nötigen Pflichtangaben informiert wurde. Bedingt dadurch begann die 14-tägige Widerrufsfrist nie, was wiederum zur Folge hat, dass der Darlehensnehmer auch Jahre nach Vertragsabschluss einen Widerruf anzeigen kann.

Aufgrund der Tatsache, dass Fahrzeugkauf und Finanzierung ein „verbundenes Geschäft“ darstellen, werden sowohl Finanzierung als auch Autokauf im Falle eines Widerrufes rückabgewickelt. Konsequenz dessen ist, dass das Fahrzeug bei einer Rückabwicklung zurückgegeben werden muss. Als Gegenleistung erhält der Kunde sämtliche Zahlungen zurück, die er bereits an die VW-Bank geleistet hatte. Zwar muss der Verbraucher in diesem Fall laut dem LG Berlin eine Nutzungsentschädigung von 4.000 Euro zahlen, jedoch ist dies im Anbetracht des Falles und des fortschreitenden Wertverlusts eine angemessene und moderate Summe.

Wegweisendes Urteil für finanzierte Autokäufe

Das Urteil des Landgerichts Berlin, das jedoch noch nicht rechtskräftig ist, ist wegweisend für alle Autokäufe, die finanziert oder geleast wurden. Wichtig zu wissen ist, dass der Widerruf weder an eine bestimmte Bank, noch an Diesel-Fahrzeuge gebunden ist. Jeder Autokredit, der einen fehlerhaften Vertrag einschließt, ist widerrufbar. Unserer Erfahrung nach sind viele Kfz-Kreditverträge von inhaltlichen oder formalen Fehlern betroffen, sodass Sie noch heute die Möglichkeit zum Widerruf haben.

In der Regel müssen sich private Verbraucher auch selten Gedanken über das Kostenrisiko eines Widerrufs machen, da die Rechtsschutzversicherung diese normalerweise übernimmt.

Wenn auch Sie Betroffener des Diesel-Skandals sind oder Ihren Kreditvertrag auf Fehler prüfen lassen möchten, wenden Sie sich gerne vertrauensvoll an uns. Im Rahmen einer kostenlosen telefonischen Ersteinschätzung beraten wir Sie gerne. Sie erreichen uns unter 02461-8081 oder via Mail unter info@mingers-kreuzer.de. Wir freuen uns auf Sie!