ELTERN
15/04/2018 16:15 CEST | Aktualisiert 16/04/2018 12:42 CEST

Diese Eltern ziehen ihr Kind geschlechtslos auf

“Das Geschlecht sagt uns nichts."

  • Kyl und Brent Myer wollen das Geschlecht ihres zweijährigen Kindes nicht verraten
  • Er/sie soll selbst entscheiden
  • Im Video oben seht ihr einen Kurzfilm einer 13-Jährigen zum Thema Geschlechterrollen

Das britische Paar Kyl und Brent Myer hat einen zweijährigen Sohn. Oder ist es doch eine zweijährige Tochter? Verraten wollen sie das nicht, denn die Myers erziehen ihr Kind geschlechtslos.

Sie gehören der Gender Creative Parenting Bewegung an und vertreten die Ansicht, dass das Geschlecht zwar biologisch festgelegt sei, aber nichts über den Charakter des Kindes verrate. 

Zoomer, wie die/der Zweijährige heißt, soll irgendwann ganz einfach selbst entscheiden, welchem Geschlecht sie/er angehören möchte.

Zoomer Coyote, you’ll be two next month. You are the most amazing child I could have ever hoped for. You are so silly, which is one of my favorite things about you. From the moment you wake up, we’re interactive audience members of the Zoomer Show. You throw your blankets and stuffed animals out of the crib and turn in dizzying circles while making funny sounds like “blubalopalobulab” until you fall down. You laugh, get up, and do it again. You’ve become more picky about what you’re wearing. Daddy will start putting a shirt on you and you’ll say “No” with vigor so daddy has started to give you options so you can choose your own outfit. When I picked you up from school, your teacher told me you were very interested in your friend’s painted toenails and pulled on their toes. So I painted your left foot pink and your right foot teal. You were fascinated by the process and seem to like your colorful toes. You are so friendly and you say hi and wave to everyone. I love when you say “HALLO!” to people. You sound German. You love your Elmo and your baby “Daphne.” You could live in the bathtub. You’re still a big fan of things that *go* - trucks, busses, helicopters and trains. You like mango, and reading “Coco.” You love to find everything that’s purple and say “purple.” It is a fun word. You’re very tall and tower over some of your friends. But you give them hugs and dance and laugh with them and you (kinda) share toys with them. You’re getting a lot better at cooperating when we brush your teeth. You even want to brush our teeth. We love you so much, Zooms, and we are so happy we get to love on you and be a part of your world every day!

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Denjenigen, die nicht zwingend wissen müssen, welchem Geschlecht Zoomer angehört, wird es auch nicht verraten.

“Das Geschlecht sagt uns nichts über die Persönlichkeit, das Temperament, die Lieblingsfarbe, die Ernährungsgewohnheiten, den Sinn für Humor, die Einstellung gegenüber dem Klimawandel oder irgendwelche anderen einzigartigen Eigenschaften”, schreibt Mutter Kyl auf ihrem Blog “Raising Zoomer”

Dabei betonen die Eltern, dass sie dem Kind nicht verbieten würden, geschlechtsspezifische Präferenzen zu leben. Ihr Ziel sei lediglich, dass Zoomer “die Freiheit hat, seine/ihre eigene Identität zu erforschen, frei von Einschränkungen und Erwartungen der traditionellen Geschlechter-Norm“.

Mutter Kyl glaubt auch ungefähr zu wissen, wann sich Zoomer entscheiden wird. Der britischen Zeitung “Sun” sagte sie: “Zoomer wird höchstwahrscheinlich ein Geschlecht wählen, wenn er/sie drei oder vier Jahre alt ist.”