POLITIK
26/05/2018 19:02 CEST | Aktualisiert 27/05/2018 11:00 CEST

Kim Jong-un irritiert Koreaner – eine Geste zeigt seine Schweizer Vergangenheit

Ganz wie ein Europäer.

  • In Korea wundern sich viele über die Umarmung von Kim Jong-un und Moon Jae-in.
  • Kim deutete drei Küsse an – eine Geste, die er wohl in der Schweiz lernte.
  • Im Video oben seht ihr die ungewöhnliche Begrüßung. 

Südkoreas Präsident Moon Jae-in trifft erneut den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un an der Grenze. Es geht um die Bemühungen für eine Lösung im Atomstreit – und ein mögliches Treffen mit US-Präsident Donald Trump.

Doch abseits der großen Politik sprachen viele Koreaner auch über eine kleine Geste: über die herzliche Umarmung der beiden Regierungschefs. Denn: Kim sorgte mit einer ungewohnten Bewegung für Verwunderung.

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Der Nordkoreaner zog Moon zunächst an sich, umarmte ihn, deutete dann einen Kuss auf der anderen Seite an, um wieder in die Ausgangsposition der Umarmung zurückzukehren. 

Eine Schweizer Geste

Der angedeutete Links-Rechts-Links-Kuss ist in Korea nicht üblich. Und schnell fanden Internetnutzer heraus, was es damit wohl auf sich hatte.

Kim ging in seiner Jugend in der Schweiz zur Schule. Dort ist es üblich, Bekannte mit drei Küssen zu grüßen, wie sie Kim bei Moon andeutete.

Mit zwölf Jahren zog Kim Jong-un laut Berichten nach Bern, wo seine Tante Ko Yong-suk bereits seit vier Jahren lebte. Die Familie wohnte in der Kirchstraße 10 in Liebefeld bei Bern.

Nach einem Bericht der “Washington Post“ von 2009 besuchte Kim die Liebefeld-Steinhölzli Schule. Kim lernte also nicht nur Deutsch – sondern auch die Schweizer Etiquette. 

Der Artikel erschien zuerst in der HuffPost Korea und wurde übersetzt und editiert.

(ll)