LIFESTYLE
29/05/2018 17:30 CEST | Aktualisiert 29/05/2018 18:25 CEST

Kellnerin bekommt 3000 Dollar Trinkgeld – das ist der wunderbare Grund

Die Rechnung betrug lediglich 44 Dollar.

  • In einem amerikanischen Restaurant zahlte ein Paar rund 44 Dollar für sein Essen und hinterließ der Kellnerin 3000 Dollar Trinkgeld. 
  • Sie teilte das Geld mit ihren Kollegen.
  • Im Video oben richtet eine Kellnerin eine Nachricht an alle, die ihr 5 Cent Trinkgeld geben. 

“Danke fürs Lächeln. Sie arbeiten hart und unserem Land geht es schlecht”, habe auf der Rückseite des 3000-Dollar-Schecks (etwa 2600€) gestanden, den die Kellnerin Michelle Bozeman, 50, am Sonntag verganger Woche erhalten habe. 

Während ihrer Abendschicht in einem Steak-Restaurant in Napavine im US-Bundesstaat Washington, habe ein unbekanntes Paar ihr den Scheck als Trinkgeld hinterlassen, berichtete das US-Nachrichtenportal “Today”.

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“Ich habe es erst gemerkt, als einer meiner Kollegen sagte: ′Weißt du, dass du 3000 Dollar Trinkgeld bekommen hast?’”, sagte Bozeman gegenüber “Today”. Im Restaurant sei aber so viel los gewesen, dass sie den Scheck erst bemerkt habe, als das Paar schon lange weg gewesen sei.

► Besonders beeindruckend: Das Paar habe lediglich für bescheidene 44 Dollar (ungefähr 38 Euro) gegessen.

“Ich war überwältigt”

“Das hat meinen Glauben in die Menschheit erneuert, soviel ist sicher”, sagte Bozeman. Die mittlerweile siebenfache Oma kellnert seit zwanzig Jahren und habe damit als alleinerziehende Mutter drei Kinder großgezogen.

Erst habe sie das Trinkgeld für einen Fehler gehalten, doch dann die Nachricht des anonymen Paares gelesen:

Bitte tu etwas Gutes für einen Mitmenschen. Genieß es. Lass das Kreditinstitut bei uns anrufen, wenn es das Trinkgeld anzweifelt”, habe auf der Rückseite des Schecks außerdem noch gestanden.

Wohlverdienter Urlaub

Mit dem Kreditinstitut gab es jedoch kein Problem. Bozeman teilte das Geld mit ihren Kollegen, plant nun kleinere Renovierungen am Haus und möchte vielleicht auch nach Irland fliegen.

“Ich wollte schon immer nach Irland”, sagte sie gegenüber dem US-Nachrichtensender King 5. “Dann werde ich ein Guinness auf sie trinken.”

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Dass Bozemans Annahme, es könne sich bei ihrem fantastischen Trinkgeld um ein Versehen handeln, nicht unbegründet war, zeigt zum Beispiel die Geschichte von Olesja Schemjakowa.

Wie die Schweizer Zeitung “Blick” berichtete, habe die 37-jährige Russin in einem Café in der Schweizer Stadt Mühlhausen eigentlich nur Kaffee und Kuchen bezahlen wollen und versehentlich 6667 Euro Trinkgeld gegeben.

► Der Grund: Bei der Kartenzahlung hatte sie versehentlich ihre Geheimnummer anstatt des Preises angegeben.

In Deutschland wie in den USA spielt Trinkgeld eine wichtige Rolle in der Gastronomie. Ein bedeutender Unterschied ist aber, dass es in den USA erlaubt ist, nur für Trinkgeld zu kellnern. Dabei leben die Kellner dann ausschließlich von Trinkgeldern.