POLITIK
15/05/2018 17:18 CEST | Aktualisiert 15/05/2018 19:56 CEST

Nach Erdogan-Treffen: Merkel kritisiert Özil und Gündogan

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Im Video oben seht ihr das Treffen der beiden Deutschen Nationalspieler mit dem Türkischen Präsidenten

Kanzlerin Angela Merkel sich kritisch zu dem Treffen der beiden Fußballnationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan geäußert.

Es sei eine Situation gewesen, “die Fragen aufwarf und zu Missverständnissen einlud”, sagte ihr Sprecher Steffen Seibert. Als Nationalspieler hätten die beiden Vorbildfunktion.

Darum ist die Reaktion von Merkel wichtig:

Das Treffen der Fußballer mit Erdogan hart für einen Eklat gesorgt.

Vor Merkel hatten bereits zahlreiche Oppositionspolitiker Özil und Gündogan kritisiert.

Selbst der Präsident des Deutschen Fußballbundes (DFB), Reinhard Grindel, warf Özil und Gündogan vor, die beiden hätten sich für ein “Wahlkampfmanöver missbrauchen lassen”.

Was ihr über das Verhältnis der beiden Nationalspieler zu Erdogan wissen müsst:

Özil hatte sich bisher öffentlich zurückhaltend über den türkischen Präsidenten und Erdogan gezeigt. Doch der Fußballspieler soll den türkischen Präsidenten persönlich kennen. Das behauptet der Autor und Experte für türkischen Fußball Fatih Demireli in einem Interview mit der “Welt”

► Auch der Fall von Gündogan ist pikant: Der Manchester-City-Star erklärte zwar in einer Stellungnahme, “es war nicht unsere Absicht, mit diesem Bild ein politisches Statement abzugeben, geschweige denn Wahlkampf zu machen.”

Doch der in Gelsenkirchen geborene Fußballer hatte auf das Trikot geschrieben, das er Erdogan überreichte: “Für meinen Präsidenten, hochachtungsvoll”.