POLITIK
11/07/2018 16:13 CEST | Aktualisiert 11/07/2018 16:17 CEST

Juso-Chef Kühnert schimpft über Seehofer: "Erbärmlicher Zyniker"

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Hannibal Hanschke / Reuters

Kevin Kühnert, Chef der SPD-Jugendorganisation JuSos, fordert den Rücktritt von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU).

► Kühnert twitterte am Mittwochmittag: “Einer von #69. An Seehofers 69. Geburtstag - höhö - abgeschoben. Jetzt tot, nachdem er sich das Leben genommen hat. #RIP Horst #Seehofer ist ein erbärmlicher Zyniker und dem Amt charakterlich nicht gewachsen. Sein Rücktritt überfällig. Hallo, Koalition?!?”

Seehofer hatte sich am Dienstag auf einer Pressekonferenz diebisch über die Abschiebung von 69 Afghanen an seinem 69. Geburtstag gefreut – und dafür viel Kritik geerntet. Am Mittwoch wurde bekannt: Einer der abgeschobenen Afghanen hat sich in Kabul erhängt.

Das sagen andere:

Die frühere Bundesministerin Renate Schmidt (SPD) wirft dem CSU-Chef eine direkte Mitverantwortung am Tod von Flüchtlingen im Mittelmeer vor.

“Menschen wissentlich ertrinken zu lassen wird von Ihnen als Teil der Lösung des Flüchtlingsproblems gesehen. Ab sofort sind die bisher 1400 Toten im Mittelmeer auch Ihre Toten”, schreibt die frühere Bundesfamilienministerin und Vizepräsidentin des Bundestages in einem am Mittwoch abgeschickten Brief an Seehofer.

“Ihr Verhalten ist zum Fremdschämen, und ich schäme mich dafür, dass meine SPD aus Gründen der Staatsräson gezwungen ist, mit Ihnen an einem Tisch zu sitzen”, heißt es weiter.

Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour forderte bei Twitter ebenfalls den Rücktritt von Seehofer. Der habe das Grundgesetz nicht verstanden, schrieb der Außenpolitischer Sprecher seiner Fraktion.