ELTERN
16/05/2018 12:36 CEST

Junge kommt nach Tod des Vaters zur Schule, da überraschen ihn 70 Polizisten

Er starb bei einem Diensteinsatz.

shakzu via Getty Images
Die Polizeibeamten warteten vor der Schule auf den Jungen. (Symbolbild)
  • Der Polizeibeamte Robert Shawn Pitt ist Anfang Mai bei einem Einsatz erschossen worden.
  • Als sein Sohn zurück in die Schule muss, überraschen ihn die ehemaligen Arbeitskollegen seines Vaters. 

Anfang Mai verlor Dakota Pitts seinen Vater Robert Shawn Pitt. Der Polizist aus dem US-Bundesstaat Indiana starb bei einem Diensteinsatz und hinterließ seine Frau und drei Kinder.

Der 5-jährige Dakota musste am Montag zurück in die Schule, obwohl er sich noch gar nicht danach fühlte. Als Kind einer wahren Polizeifamilie – auch sein Großvater arbeitete für die Behörde – habe er seine Mutter gefragt, ob ihn ein Beamter in die Schule begleiten könnte. Das berichtet der amerikanische Fernsehsender WTHI TV.

70 Beamte warteten auf den kleinen Jungen 

► Die Mutter gab die Bitte an das Polizeibüro ihres Mannes weiter und wurde von einer außergewöhnlichen Reaktion überwältigt.

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70 Polizeibeamte versammelten sich am Montag vor der Sullivan Elementary School in Terre Haute, um den Fünfjährigen zu unterstützen.

Nicht nur aus der örtlichen Dienststelle seien die Beamten gekommen. Auch ein SWAT-Beamter war vor Ort. Er überreichte Dakota eine SWAT-Dienstmarke und ein T-shirt.

“Er wird wissen, dass sein Vater ein Held war”, erklärte Kelli Jones, die Schwester des Verstorbenen dem Fernsehsender. “Blut ist nicht das Entscheidende für eine Familie. Die Polizei hat sich selbst übertroffen.”

“Danke reicht nicht aus”

In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Wabash Valley haben sich der Vater und der Bruder des Verstorbenen für die Unterstützung und die Hilfe der Bewohner von Terre Haute und der Region Sullivan bedankt, berichtete die lokale Tageszeitung “The Tribune Star”.

► Spendenaktionen und Hilfe für die drei Kinder des verstorbenen Beamten wurden bereits ins Leben gerufen.

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“Ein einfaches Danke ist nicht genug”, sagte Greg Pitt, der Vater des Verstorbenen, der Nachrichtenagentur. Der Bruder, der ebenfalls den Namen Greg Pitt trägt, fügte hinzu: “Ich wünschte ich könnte jedem persönlich danken, der Karten, Essen, Blumen oder Gebete geschickt hat.”

Die Geschenke zeigen, dass es noch Gutes in der Welt gäbe, sagte er weiter. Und: “Sauer oder wütend zu sein, wird nichts an der Sache ändern”.

(kap)