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09/07/2018 16:38 CEST | Aktualisiert 09/07/2018 16:38 CEST

Julia unterwegs - mit dem Infiniti Q50S Hybrid

V6-Otto- mit leistungsstarkem E-Motor, Saugrohreinspritzung, 7-Gang-Automatikgetriebe und 364 Pferdchen - soweit die ersten Rahmendaten zu meinem Begleiter von der japanischen Nissan-Tochter Infiniti. Etwa 1.000 Kilometer fahren wir gemeinsam quer durch Deutschland. Zu meinen Auftrittsorten in Köln, Frankfurt und Stuttgart geht’s über die Autobahn. Für etwas mehr Agilität dann quer über die Landstraßen der Schwäbischen Alb. Ziel der Exkursion: In erster Linie soll mich der Exot unter den Premiummarken entspannt von Moderation zu Moderation zu bewegen. Dabei will ich ihm aber natürlich auch auf seinen hybriden Zahn fühlen.

Foto: Anna Baach

Auf den ersten Blick begegnet mir der Hecktriebler recht selbstbewusst. Tatendrang sprüht durch seine Voll-LED-Scheinwerfer und der auffällige Frontgrill mit Markenlogo erscheint mir mächtig. Ein schönes Zusatz-Gadget gerade im Sommer ist sein Glasschiebedach. Im Inneren überzeugen mich vor allem die straff gepolsterten Ledersitze - so komme ich auch nach längerer Fahrt bequem zum jeweiligen Ziel.

Die beiden Bildschirme in der Mittelkonsole kenne ich bereits aus dem Infiniti Q60. Warum auch nicht auf Bewährtes setzen - sie lassen sich einfach bedienen und das Navi umfährt zudem pflichtbewusst die meisten Staus. Die Türverkleidung ist hochwertig, das Multifunktionslenkrad griffig. Kurzum: Hier kann man sich’s bequem machen. Zugegeben, die 400 Liter Laderaumvolumen wären für eine vierköpfige Familie im Urlaub vielleicht ein wenig eng - für mich und meine Lockenwickler aber durchaus adäquat.

Genauso auch das Fahrverhalten: Das Betätigen des Startknopfes erweckt den hybriden Riesen sofort zum Leben - in betriebswarmen Zustand starte ich lautlos zügig im Elektromodus. Das Fahrwerk ist angenehm ausgewogen und trotz des mächtigen Äußeren überrascht mich mein Gefährte mit seiner durchaus nennenswerten Agilität. Die leichtgängige Lenkung erhöht den Komfortfaktor, mindert allerdings ein bisschen das Feedback. Ist aber nicht weiter schlimm.

In 5,4 Sekunden geht’s von Null auf Hundert; bei 250 km/h ist Schluss. Ein Gasbefehl drückt mich auch bei 170 Sachen noch entschlossen in den Fahrersitz - so kann ich auf der Autobahn durchaus vorne mitspielen und alle Proben pünktlich erreichen.

Recht schnell komme ich also zu meinem Fazit zum elektrifizierten Infiniti: er macht mehr Spaß als angenommen, dafür ist er aber auch nicht ganz so sparsam wie gedacht. Der Vebrauch pendelt sich bei meinen Fahrten über Autobahn, Stadt und Land bei etwa zehn Litern pro 100 Kilometer ein. Das liegt zwar deutlich über der Werksangabe. In Anbetracht der guten Zeit, die wir zusammen hatten ist dies aber zu verzeihen.

Outfit: Comma Fashion