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02/08/2018 14:00 CEST | Aktualisiert 02/08/2018 14:00 CEST

Julia unterwegs - auf und um den Ifinger Berg in Südtirol

Blick auf den Ifinger Berg von der Terrasse des La Maiena Hotels

“Südtirol ist wie viele Regionen der Schweiz: Berge, gute Küche, deutschsprachig. Nur nicht ganz so teuer und somit das perfekte Sommerziel”, sagte einer meiner Kollegen neulich. Grund genug also, die Region einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Als Bergfreund wollte ich dabei natürlich auch mein Gipfelerlebnis nicht missen. Neben den bekannten Dolomiten bietet sich hierfür allerdings noch ein Berg an: Der Ifinger.

Zimmer in der Meran Lodge des La Maiena Resorts

Schon kurz nach dem Einchecken im La Maiena Resort nahe Meran erhasche ich von der dortigen Terrasse einen ersten Blick auf mein Ziel. Der aus dem sogenannten Ifinger-Tonalit bestehende Berg ist die südlichste markante Erhebung im Westkamm der Sarntaler Alpen. Sein Hauptgipfel, der Große Ifinger, erreicht eine Höhe von 2581 m. In unmittelbarer Nähe, nur wenige Meter südöstlich, befindet sich der durch eine Scharte getrennte Kleine Ifinger.

Die Restaurants: Modern in der Lodge, traditionell im Stammhaus

Bevor es auf Wanderschaft geht, gilt es sich aber noch kurz zu akklimatisieren und im Resort zu verweilen. Mein Zimmer befindet sich im neusten Teil der Anlage, der so genannten Meran-Lodge. Moderne Einrichtung und freundliche Farben geben in dem Fünf-Sterne-Haus den Ton an. Und vom Bett aus sehe ich ihn schon wieder: den Gipfel des Ifinger. Im Abendlicht mit einem Glas Prosecco in der Hand eine durchaus romantische Aussicht. Mitten in den bekannten Südtiroler Apfelhainen gelegen passt sich auf die stilvolle Dekoration auf dem Gelände der Umgebung an. Trotz klarem Luxus eine schöne Vorbereitung auf mein Erlebnis in der Natur.

Foto: MM / Outfit: CommaFashion
Apfel-Deko neben dem Hotel-Pool. Passend - das La Maiena liegt mitten im Apfelanbaugebiet

Für Speis und Trank ist im Resort ebenfalls erstklassig gesorgt. Einmal die Woche veranstaltet die Inhaber-Familie des Hotels einen kleinen Apero für die Gäste. Dabei besticht vor allem das hauseigene Tatar. Traditionelle und moderne Küche gibt es darüber hinaus zu jeder Uhrzeit in den verschiedenen Restaurants des Hauses. Das Frühstücksbüffet überrascht mit einer überdurchschnittlichen Auswahl an Obst, Gemüsesaft zum selbst pressen und einer Live-Cooking-Station für die Eier.

Der Eingangsbereich - danke nahegelegener Haltestelle praktisch auch mit dem Zug zu erreichen

Am nächsten Morgen kann’s dann losgehen: Ich schnappe mir den vom Hotel gestellten Wanderrucksack, fülle ihn mit einer reichhaltigen Brotzeit und setze mich ins Auto. Etwa zwanzig Minuten dauert der Weg zur Talstation der Seilbahn des Skigebiets Meran 2000. Von deren Bergstation habe ich nun die Wahl zwischen einem mäßig schweren Klettersteig oder dem etwas längeren Fussweg auf den Ifinger. Beide Routen sind mit etwas Kondition für Groß und Klein gut machbar und nach rund drei Stunden erreicht man so oder so das Ziel. Gemütlich setze ich mich, trage mich ins Gipfelbuch ein und beiße in mein Brötchen. Es geht ein frischer Wind, der meine Hotelerlebnisse schon wieder ganz weit weg anfühlen lässt. Diesmal blicke ich vom Berg aus hinüber zum Hotel, das auf einmal ganz klein aussieht. So einfach kann ein Perspektivwechsel sein.

Foto: MM
Geschafft: Mit vom Hotel gestellten Rucksack auf dem Gipfel des Ifinger