POLITIK
13/12/2018 14:47 CET

Journalist blamiert sich mit Tweet über CSU-Vize Bär – die reagiert schlagfertig

"Digitalkompetenz will gelernt sein."

Adam Berry via Getty Images
CSU-Vize und seit dem März im Staatsministerin für Digitalisierung: Dorothee "Doro" Bär.
  • Das ist kräftig nach hinten losgegangen: Ein Journalist zog über die Digitalkompetenz von Dorothee Bär her.
  • Doch die Attacke ging vollends nach hinten los.

Eigentlich ist Dorothee Bär als begeisterte Twitter-Nutzerin bekannt. In der Vergangenheit gehörte die CSU-Politikerin stets zu den aktivsten deutschen Politikern in den sozialen Netzwerken, immer wieder sorgten Tweets von Bär für Aufsehen:

Mal scherzte sie über einen liegengebliebenen Zug. Da der allerdings wegen eines Notfalleinsatzes stoppen musste, kritisierten viele den Tweet als “geschmacklos”. Bär entschuldigte sich später.

► Ein anderes Mal beschwerte sich die CSU-Vize auf Twitter über die Deutsche Bahn – und zog unter anderem wegen ihrer Vergangenheit im Verkehrsministerium Spott auf sich.

All das muss “Morgenpost Chemnitz”-Reporter Bernd Rippert entgangen sein.  Der tweetete am Mittwochabend einen Screenshot des vermeintlich verwaisten Twitter-Profils von Bär. Dort stand: Doro Bär habe noch nichts getwittert.

Rippert schrieb dazu: “Digitalkompetenz in Deutschland in einem Bild.” 

Sein offensichtlicher Vorwurf: Wer als Politiker nicht in den derzeit wichtigen sozialen Netzwerken aktiv ist, könne auch nicht die Digitalisierung Deutschlands voranbringen.

“Digitalkompetenz will gelernt sein”

Allerdings hatte der Journalist übersehen, dass die Staatsministerin gar nicht unter dem Namen “DorotheeBaer” twittert, sondern als “DoroBaer” in dem Kurznachrichtendienst aktiv ist – und das auch schon seit mehr als acht Jahren.

Süffisant reagierte Bär deshalb auf die Kritik. Sie schrieb auf ihrem offiziellem Profil in Richtung Rippert: “Stimmt. Digitalkompetenz will gelernt sein ;-)”.

Zahlreiche Nutzer hatten den Journalisten schon zuvor auf seinen Fehler aufmerksam gemacht. Doch der steht zu seinem Fauxpas – “löschen ist immer falsch”, twitterte er.

(lp)