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03/04/2018 08:02 CEST | Aktualisiert 03/04/2018 13:34 CEST

Google Doodle: Wie John Harrison die Seefahrt sicherer machte

Seine Erfindung war heiß begehrt, kostete den Uhrmacher aber auch viel Zeit.

  • Das Google Doodle zeigt, wie John Harrison den Marinechronometer baut
  • Damit konnten Seefahrer die Längengrade bestimmen

Google ehrt am 3. April in seinem Doodle John Harrison. Denn für die Verantwortlichen bei dem Suchmaschinenriesen steht der Brite für eines: Not macht erfinderisch.

Der Uhrmacher brachte sich selbst sein Handwerk bei und machte mit seiner Erfindung die Seefahrt sicherer. Das Doodle zeigt ihn bei dieser Arbeit.

 

Das “Board of Longitude” 

Harrison wäre an diesem Dienstag 325 Jahre alt geworden. Er ist also im ausgehenden 17. Jahrhundert geboren – und zwar im englischen Yorkshire. Einer Zeit, an dem Großbritannien als große Seemacht die Weltmeere bereiste.

Und diese Fahrten wollte die Regierung sicherer machen. 1714 lobte die der Staat daher eine Belohnung von 20.000 Pfund aus, das “Board of Longitude”.

Dafür sollten Erfinder ein Instrument konstruieren, das den Seefahrern half, den Längengrad innerhalb von 30 Meilen zu bestimmen. Denn bis dato konnten die Menschen auf See nur die Breitengrade bestimmen.

Harrison bekam das Geld mit dieser Idee

Harrison nahm die Herausforderung an.Zwischen 1728 und 1735 tüfftelte der Autodidakt an einer Idee – und entwickelte ein Marinechronometer (man könnte es auch Längenuhr nennen).

Drei Uhren baute er in dieser Zeit. Die britische Regierung unterstützte ihn finanziell als es darum ging, das erste Chronometer zu bauen. Diese durfte Harrison dann auf einer Schiffsfahrt nach Jamaika testen.

Ihm gelang es.

Doch dann begann der Streit um das Geld. Die Kommission gab ihm nur die Hälfte der Belohnung. Das verbliebene Geld sollte Harrison erst erhalten, wenn andere Hersteller einen ähnlichen Chronometer nachbauen konnten.

Dem Greenwich-Museum zufolge empfang der Brite das als unfair. Denn 1714 stand hierzu nichts in der Auslobung. Die Beziehung verschlechterten sich, als die Kommission zudem Harrisons Idee detaillierter veröffentlichen wollte. Der Erfinder wollte seine Werk aber schützen.

Am Ende wurde Harrison aber entschädigt. Vermutlich auf Zutun des Königs.