POLITIK
02/03/2019 09:33 CET

John Dean half, Nixon zu stürzen – so denkt er über Donald Trump

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Mark Wilson via Getty Images
John Dean im vergangenen Jahr bei einer Anhörung im US-Kongress. 

► Der ehemalige Nixon-Berater John Dean hat in einem Gastbeitrag die Vorwürfe von Donald Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen gegen den US-Präsidenten kommentiert. 

► Dean erlangte Berühmtheit in der Watergate-Affäre, weil er zunächst half, diese zu vertuschen, dann jedoch zum Überläufer wurde und vor dem Kongress gegen Nixon aussagte.

► So wie er damals Nixons wahre Natur erkannt habe, habe nun Cohen die wahre Natur Trumps erkannt, schrieb Dean in der “New York Times”: “Trump ist der erste autoritäre Präsident der USA seit Richard Nixon.” 

Wie Dean die US-Bürger vor Donald Trump warnt: 

Dean betonte die Dramatik der Abschlussbemerkung, die Cohen vor dem Kongress tätigte. Dieser hatte gesagt:

“Ich habe mich entschlossen, heute vor Ihnen auszusagen, weil ich aufgrund meiner Erfahrungen mit Mr. Trump befürchte, dass es keine friedliche Übergabe der Macht geben wird, sollte er die Wahl 2020 verlieren.” 

Dean nannte diesen Satz den beunruhigendsten, den Cohen in fünf Stunden vor dem Kongress gesagt habe. Er beendete seinen Gastbeitrag mit einer Warnung an alle US-Bürger: 

“Alle Amerikaner sind durch den wachsenden Autoritarismus, der Mr. Trump zum Präsidenten gemacht hat, gefährdet. Die Menschen, die diesen Autoritarismus vorangetrieben haben, werden noch lange nach Trump da sein. Wir müssen besser aufpassen.”